Bernhard Panzer Elf Fahrzeuge sind es inzwischen, die im Fuhrpark der Stadt elektrisch betrieben werden. Sie sind Aushängeschilder der europäischen Energie- und Klimaschutzkommune. Neun dieser Vehikel, vom Kleinlastwagen bis zum E-Scooter, sind rein elektrobetrieben, zwei haben Hybridantrieb. Neuste Errungenschaft ist ein Lastenfahrrad, das am Dienstag geliefert wurde.

Grund genug für die Verantwortlichen in der Stadtverwaltung, sich die Flotte näher zu betrachten. Auf dem Baubetriebshof waren am Mittwoch alle Fahrzeuge aufgereiht worden. Darunter auch das Lastenrad und ein E-Scooter, auf zwei Rädern, sowie ein vierrädriger Renault Twizzy als die drei jüngsten Neuzugänge.

Etwa ein Fünftel der klimaschädlichen Kohlendioxid-Emissionen in Deutschland verursacht der Verkehr, über 60 Prozent davon entfallen auf die Autos. Darauf verweist eine Pressemitteilung aus dem Rathaus, die auch gleichzeitig auf die Beweggründe eingeht, weshalb die Stadt da entgegensteuern möchte.

So heißt es wörtlich: "Um ihren Beitrag zu einer klimafreundlichen Umgestaltung der Mobilität zu leisten, hat die Stadtverwaltung Herzogenaurach bereits seit gut zehn Jahren Fahrräder, auch Pedelecs, in ihrem Fuhrpark." Und weiter: "In den jüngsten Jahren wurden neben zwei weiteren E-Bikes insgesamt acht unterschiedliche Elektro- und Hybridfahrzeuge angeschafft, die zum Beispiel von den Mitarbeitern der Stadtverwaltung des, vom Bauamts über die Stadtreinigung bis hin zur Verkehrsüberwachung genutzt werden."

Emissionsfrei

Diese Fahrzeuge werden laut Aussage der Stadtmarketing-Leiterin Judith Jochmann ausschließlich mit elektrischer Energie aus erneuerbaren Energiequellen (E-hoch-3-Tarif der HerzoWerke) aufgeladen. Jochmann: "Sie fahren damit alle lokal emissionsfrei."

Nun hat man den "klimafreundlichen Fuhrpark" um die genannten drei neue Elektro-Fahrzeuge erweitert. Judith Jochmann und Bürgermeister German Hacker machen dabei besonders Werbung für das Lastenfahrrad - wirklich ein Lastwagen unter den Zweirädern. Zusätzlich zum Eigengewicht können in einer Box vor dem Lenkrad und auf dem Anhänger 180 Kilogramm befördert werden, das Gewicht des Fahrers eingeschlossen. Da geht eine Menge, wie sich Bürgermeister Hacker selbst überzeugte, auch wenn er kräftig zu schnaufen hatte. Immerhin stand auch Rathaus-Mitarbeiter Christian Stöcker auf dem Anhänger und machte die Last noch schwerer. Stöcker selbst hatte das Vehikel vorher schon ausprobiert. "In fünf Minuten hat man's raus", sagte er.

Judith Jochmann sieht in dem Lastenrad eine "clevere Transportalternative im Stadtverkehr." Auch erhofft sich die Stadt, quasi als Vorbild, dass Privatleute darauf umsteigen mögen. Seine Anschaffung wird von der Stadt übrigens finanziell gefördert (siehe Infobox).