Mit Erwartungen auf Lockerungen waren die bayerischen Landräte und Oberbürgermeister in die Video-Konferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Ministerpräsident Markus Söder (CSU) gegangen. Am Ende klangen die Stellungnahmen zu der Beratung, die Landrat sebastian Straubel (CSU) und Oberbürgermeister Dominik Sauerteig (SPD) abgaben, recht unterschiedlich. Auf der einen Seite. Auf der anderen aber auch ähnlich, weil wirklich Konkretes nicht bei dem Gipfel heraus kam.

Straubel hatte auf Besserungen für die Wirtschaft gedrängt: "Betriebe und Einzelhändler stehen langsam aber sicher mit dem Rücken zur Wand. Es braucht Perspektiven zur Auszahlung der Wirtschaftshilfen." Am Ende lobte er die "konstruktive Runde" und die Kanzlerin, die sich "so viel Zeit genommen hat". Angela Merkel habe das Anliegen, das auch von anderen Landräten und Oberbürgermeistern gekommen sei, aufgenommen.

OB Sauerteig sieht hingegen noch einen weiten Weg aus der Krise, bis zum "Sieg über den Feind Virus", hieß es in seiner Stellungnahme. "Eine Skizze des Weges hin zur Normalität können Bund und Länder leider noch nicht liefern." Der Weg bleibe steinig und fordere weiterhin Kontaktvermeidung und Geduld. Die Sorge vor einer dritten Welle auch angesichts der grassierenden Mutationen sei groß.

Es gebe zwar "Mutmacher" für die nächsten Monate. Darunter schnelleres Impfen auch durch Hausärzte und mehr Schnelltests durch Selbsttestung sowie den nahenden Sommer. Sauerteig: "Es ist aber noch viel Arbeit, bis aus diesen Funken der Hoffnung tatsächlich ersehnte Normalität wird." red