Weil der Bruder die Werbetrommel rührte, spielt jetzt auch Fabian Willacker für den SV Ramsthal. Offensichtlich eine gute Entscheidung - für alle Beteiligten.
Endlich hat es geschnackelt: Am vierten Spieltag der Kreisliga Rhön erzielte Stürmer Fabian Willacker seine ersten Tore für seinen neuen Verein. Und das in einem Spiel, von dem sie beim SV Ramsthal noch lange erzählen werden. Im Interview spricht der 26-Jährige, der eine Ausbildung bei der Bundespolizei in Oerlenbach absolviert, darüber, wie er das Spiel erlebt hat, was seine drei Tore mit ihm machen und was sein Verein noch von ihm erwarten kann.
Ihr habt gegen Wülfershausen sieben Tore geschossen; dennoch geriet der Sieg in Gefahr. Beim 7:5 hast Du einen lupenreinen Hattrick und ein Eigentor erzielt. Hast Du so ein Match schon mal erlebt?
Fabian Willacker: Ich kann mich nicht erinnern. Dabei haben wir bis zur 60. Minute den Gegner komplett dominiert und alles umgesetzt, was der Trainer uns vorgegeben hat. Zur Halbzeit, als es 4:1 stand, hat er in der Kabine gesagt, wenn wir das Ergebnis noch um ein zwei Tore hochschrauben, sollen wir die Partie souverän zu Ende spielen.
Was ja ab jener 60. Minute nicht mehr geklappt hat. Beim Stand von 7:1 schaffte Wülfershausen sein zweites Tor. Und dann hast Du nach einer Flanke aus dem Halbfeld den Ball per Hinterkopf unhaltbar ins eigene Gehäuse verlängert. Der Knackpunkt im Spiel?
Ich glaube nicht. Aber kurz vorher musste unser Innenverteidiger Björn Morper raus. Wir haben umgestellt und von da an hat nichts mehr gepasst. Ich zolle aber auch dem Gegner Respekt, dass er sich trotz des Rückstands nicht aufgegeben und weiter Fußball gespielt hat. Aber das haben wir ihm auch ermöglicht.
Immerhin hast Du ja mit Deinen drei Treffern in einer Halbzeit die erste Vorgabe des Trainers mehr als bestens umgesetzt. Hast Du das schon mal geschafft?
Ja, aber nicht in der Kreisliga. In der Saison 2014/15 habe ich mal in der A-Klasse für meinen Heimatverein DJK Greßthal sechs Stück gegen Euerbach/Kützberg III erzielt.
Fast hätten die drei Tore gar nicht stattgefunden.
Ich hatte in der Halbzeit signalisiert, dass ich raus möchte. Ich bin angeschlagen in die Partie gegangen, hatte am Freitag einen Schlag aufs Knie bekommen. Der Coach hat gesagt, ich solle noch zehn bis 15 Minuten drinbleiben. Und dann hab' ich eben den Hattrick gemacht.
Für Dich ist ja die Kreisliga generell Neuland. Wie fühlt sie sich nach vier Spieltagen an?
Der Fußball ist schneller, die Spieler qualitativ besser. Und mein Eindruck ist, dass in der Rhön härter gespielt wird als im Kreis Schweinfurt. Aber ich habe das Gefühl, dass ich mich in dieser Liga gut wiederfinden kann.
Dein Bruder Tobias absolviert schon seine dritte Saison beim SV Ramsthal. Hat er Dir vor Deinem Wechsel erzählt, was auf Dich zukommt?