Der Kinderhort, den die Marktgemeinde zurzeit neben der Grundschule in Poppenlauer errichtet, wird um einiges teurer als ursprünglich geplant. In seiner jüngsten Sitzung vergab der Marktgemeinderat einige Arbeiten und Lieferungen, die deutlich mehr kosten als vorgesehen.

Preise gestiegen

Als Begründung gab Architekt Reinhard Seufert, der alle Angebote geprüft hatte, an, dass die Kostenberechnungen auf den Preisen vom Februar 2020 basierten. Aufgrund der Covid-19-Pandemie seien die Preise seit Anfang 2021 mehrfach und über reguläre Preissteigerungen hinaus gestiegen. Die Zimmerer- und Holzbauarbeiten waren beschränkt ausgeschrieben worden. Nur vier von 13 angeschriebenen Firmen gaben Angebote ab. Zum Zug kam ein Unternehmen aus Wermerichshausen mit einer Angebotssumme von 109 481 Euro, das sind 18 326 Euro (etwa 20 Prozent) mehr als die Kostenberechnung von Mitte Februar 2020.

Nur vier Angebote

15 Firmen waren zur Abgabe von Angeboten für die Dachdeckungs- und Dachdichtungsarbeiten aufgefordert worden. Nur vier von ihnen gaben fristgerecht Angebote ab, eines kam einen Tag zu spät. Den Auftrag bekam eine Firma aus Schweinfurt für 201 470 Euro, das sind 24 404 Euro (etwa 14 Prozent) mehr als im Februar 2020, vor der Corona-Pandemie, berechnet.

Der Marktgemeinderat vergab auch Spenglerarbeiten für den Kinderhort. Elf Firmen waren zur Angebotsaufgabe aufgefordert worden, von denen vier Angebote abgaben. Zum Zug kam eine Maßbacher Firma mit einer Angebotssumme von 48 240 Euro, das sind 5478 Euro (rund 13 Prozent) mehr als geplant. Alle Arbeiten wurden vom Marktgemeinderat einstimmig vergeben. Die Arbeiten für den Kinderhort, die der Marktgemeinderat in seiner jüngsten Sitzung vergab, werden insgesamt um knapp 50 000 Euro teurer als in der Kostenschätzung von Anfang 2020 vorgesehen.

Firmen gut ausgelastet

Ursache ist wie erwähnt die Corona-Pandemie. Außerdem sind die Firmen zurzeit offenbar gut ausgelastet, denn nur relativ wenige Angebote gingen bei der Marktgemeinde ein.