Die Münchner Faschingsgesellschaft vergibt den Karl-Valentin-Orden, die Nürnberger verleihen den Nürnberger Trichter und die "heiligen" Stadtschnecken überreichen den Goldschneck an Persönlichkeiten aus Politik, Kunst oder Literatur. "Zu uns ins Tal kamen die Schnecken runter, die wir als Kinder gesammelt und verkauft haben", erinnert sich Präsidentin Eva-Katharina Schmidt. Und aus Gold muss der Schneck sein, weil es sich um wertvolles Material handelt. So entstand also der Name.
Den ersten Goldschneck erhielt im Jahr 2003 Bürgermeister Helmut Krämer. Weitere Träger sind Heinrich Rudrof, Karl-Theodor zu Guttenberg, Melanie Huml, Günther Denzler, Klaus-Karl Kraus oder Johann Kalb. "Der Preisträger des Vorjahres hält die Laudatio für den aktuellen Träger", erklärt die Präsidentin. Thomas Weiß, erster Vorsitzender des Faschingsvereins, ergänzt: "Da können viele sehen, dass bei uns am Land auch was passiert; nicht nur in der großen Stadt."
Zudem sei der Goldschneck nicht nur eine Auszeichnung, sondern auch ein Glücksbringer, wirft Eva-Katharina Schmidt ein. "Stimmt, die Eva sagte damals zu Johann Kalb, dass er den Goldschneck nehmen soll, dann werde er Landrat werden. Und siehe da, jetzt ist er Landrat", erzählt Lydia Weiß. Auch Melanie Huml soll der Glücksbringer geholfen haben, denn sie kam als Landtagsabgeordnete und ist jetzt Staatsministerin. "Karl-Theodor zu Guttenberg kam als Landtagsabgeordneter und wurde Minister", zählt Lydia Weiß auf. "Wäre er weiter zu uns in die Sitzungen gekommen, dann wäre das besser für seine Karriere gewesen", scherzt Andrea Hertling.