"Es war kein leichtes Jahr", sagte Vorsitzender Stefan Kollerer in der Jahreshauptversammlung des FC Kupferberg, "aber wir arbeiten daran, dass es besser wird." Die erste Fußballmannschaft sei von der Kreisliga in die Kreisklasse abgestiegen - nicht aus Unvermögen, sondern vor allem aufgrund von langwierigen Verletzungen von Spielern. Dennoch sei die Mannschaft nicht auseinandergebrochen, zumal durch die Zusammenarbeit jetzt mit dem FC Ludwigschorgast der erweiterte Kader bereits Aufwind bekomme. Ähnlich sehe es mit der zweiten Mannschaft aus, die nun mit Guttenberg und Neuensorg zusammen sei; die Jugend spiele mit Marktleugast.

Sorgen über Entwicklung

Sorgen bereite die Mitgliederentwicklung. Derzeit habe der Verein 238 Mitglieder. Seit 2015 habe man 55 Mitglieder verloren, die Tennisabteilung habe sich halbiert. Das sei allerdings kein Phänomen, das nur Kupferberg treffe. Auf mittelfristige Sicht müsse man wohl größere Sportgemeinschaften bilden.

Das Kunstrasen-Projekt für den Kupferberger Platz sei im Grundsatz bereits beschlossen. Freilich gebe es Kritiker. Man höre sie nicht nur an, sondern überdenke auch deren Einwände. Aber im Endeffekt werde man nicht darum herum kommen, den Platz völlig neu zu gestalten. Die geschätzten Kosten von 650 000 Euro seien kein Pappenstiel, aber mit Zuschüssen und Spenden sei die Finanzierung so gut wie gesichert.

Von den vier Tennis-Mannschaften des FCK spielen drei auswärts. Die erste Mannschaft in Kupferberg, jedoch die Herren in Stadtsteinach, die Damen in Trebgast und die Damen "Ü 30" in Neuenmarkt. Die großzügige Anlage in Kupferberg könnte also besser genutzt sein. Sie werde gut gepflegt, allerdings würden die Platzbetreuer immer älter, so dass man sich um Nachwuchs bemühen müsse. Es springen Helfer aus der Fußballabteilung mit ein.

Auch mit dem Sportheim müsse etwas geschehen, sagte Kollerer. Vor mittlerweile 50 Jahren wurde es großzügig gebaut - gemäß den damaligen Verhältnissen wie eine Gastwirtschaft. Aktuell, konkretisierte Zweiter Vorsitzender und kommissarischer Fußball-Abteilungsleiter Jürgen Holhut, werde man den Gastraum erheblich verkleinern. Der Kühlraum sei überdimensioniert, deshalb werde man ihn durch Kühlschränke ersetzen. Im Zuge der Sanierung des Daches wird eine Photovoltaikanlage aufgesetzt, um die laufenden Unterhaltskosten zu reduzieren. Hier danke Holhut insbesondere dem Stadtrat.

Geringe Verbindlichkeiten

Die Finanzen sind laut Hauptkassier Alfred Kolenda ausgeglichen, die Verbindlichkeiten nur noch vergleichsweise gering. Mit den Einnahmen insbesondere aus dem Blütenfasching könne man trotz abnehmender Mitgliedsbeiträge zufrieden sein. Bei den Neuwahlen im nächsten Jahr wolle er sein Amt zur Verfügung stellen, kündigte Kolenda an. Er werde dann 70 und sei mit dem Bürgermeisteramt eingespannt. Wiedergewählt wurden die beiden Kassenprüfer Rudi Matysiak und Richard Steinlein.

Für den verhinderten kommissarischen Abteilungsleiter Wilhelm Michel berichtete Schriftführerin Waltraud Hohenreuther aus der Tennisabteilung. Der Tennisplatz stehe ab sofort jeden Donnerstag ab 17 Uhr jedermann zur Verfügung, der sich einmal ausprobieren will. Klaus Klaschka