Beim Kameradschaftsabend der Feuerwehr Zeickhorn wurden Aktive ausgezeichnet, die nicht nur seit Jahren Dienst leisten, sondern auch Verantwortung an vorderster Stelle tragen beziehungsweise getragen haben. Alle sind der Jugendgruppe der Wehr entsprungen, was von der sehr guten Nachwuchsarbeit zeugt.

Mit dem staatlichen Feuerwehrehrenzeichen in Silber und der Ehrenurkunde der Gemeinde wurden für 25-jährige Dienstzeit die beiden Oberfeuerwehrmänner Holger Senftleben und Christian Köhn geehrt, die beide 1994 der Jugendgruppe beigetreten sind und in dieser Zeit unter anderem bis auf oberfränkischer Ebene an Jugendleistungsmärschen teilnahmen. Sie besuchten die unterschiedlichsten Lehrgänge und sind Atemschutzgeräteträger, Sprechfunker, Gruppen- und Motorsägenführer. Außerdem unterzogen sich die beiden erfolgreich dem Lehrgang "Leiter einer Feuerwehr".

Während Holger Senftleben als Aktiver die Leistungsprüfung bis zur Stufe II abgelegt hat und seit März 2018 als Kommandant an der Spitze der Dienstleistenden steht, nahm Christian Köhn neben der Leistungsprüfung in Bronze dreimal am Erwachsenen-Leistungsmarsch teil. Außerdem übte er von 2006 bis 2018 das Amt des stellvertretenden Kommandanten aus.

Stellvertretender Landrat Rainer Mattern zeigte anhand des aktuellen Brandes im Keller des Landrats auf, dass die Dienstleistenden solche Situationen nur zu gut kennen und bei ihren vielschichtigen Einsätzen immer wieder zeigen, welche enormen Leistungen die Wehren erbringen. Der Dienst am Nächsten habe sich in den letzten 25 Jahren weiter gewandelt, denn die Aufgaben würden immer komplexer. "Was hier geleistet wird, ist immens", zollte Mattern Anerkennung und kritisierte, dass manche Aktiven im Einsatz beschimpft oder gar angegangen würden. Dies sei nicht hinnehmbar. In der Zeickhorner Wehr engagierten sich langjährige Dienstleistende zum Wohle der Gemeinde und der Bürger.

"Den freiwilligen Dienst, den unsere Feuerwehren versehen, schätzt auch die Gemeinde", versicherte Bürgermeister Jürgen Wittmann. Und weiter: "Die Aktiven packen an, ,brennen‘ für ihre Feuerwehr und verrichten eine hervorragende Arbeit. Wie die Aktiven eng Schulter an Schulter zusammenstehen, so steht auch die Gemeinde hinter ihren Wehren." Ein Lob sprach der Bürgermeister für die Bereitschaft der Dienstleistenden aus, sich in der Freizeit unentgeltlich zu engagieren, sich aus- und weiterbilden zu lassen und für Einsätze zur Verfügung zu stehen. Einen Dank richtete er an die Familien, die für dieses hohe ehrenamtliche Engagement Verständnis aufbringen und oftmals hinten anstehen.

Kreisbrandinspektor Christian Boßecker lobte den guten Stil, mit der die Zeickhorner Wehr seit Jahren geführt wird. Deren Dienstleistende seien sehr gut ausgebildet und bereit, Verantwortung zu übernehmen. Dass die Zeickhorner Wehr gut für die Zukunft gerüstet ist, zeige sich in der jungen Führungsriege, mit der der Generationswechsel geklappt habe. Nach Meinung von Kreisbrandmeister Jannic Christ ist die Zeickhorner Feuerwehr ganz vorne mit dabei und kann die Früchte ihrer Nachwuchsarbeit ernten. Alexandra Kemnitzer