Bereits Ende November stand auf der Tagesordnung des Stadtrates eine Grundsatzentscheidung zum Umgang mit einem Imbiss auf dem Viehmarkt. Die Verwaltung hatte im Oktober der Gaststätte am Viehmarkt eine Sondernutzung des Platzes für eine Außenbestuhlung mit Bewirtung für das Jahr 2021 erteilt. Nun gab es die weitere Anfrage eines anderen Unternehmers, dort dauerhaft einen Imbiss-Wagen aufzustellen. "Grundsätzlich ist es gut, wenn wir Belebung auf dem Platz haben", kommentierte CSU-Fraktionssprecher Martin Wende den Antrag. Allerdings sollte der Viehmarkt nicht den ganzen Tag bestuhlt bleiben, nur weil ein Imbiss für wenige Stunden geöffnet ist. "Ansonsten verfehlt das die Förderung, die wir für die Gestaltung des Platzes bekommen haben." Ähnlich argumentierte auch Grünen-Stadträtin Monika Horcher: "Der Platz ist nicht dazu gedacht, dass man sich dort mittags eine Bratwurst holt." Auch SPD-Stadträtin Rita Schaupp bezeichnete den Viehmarkt als "falsche Stelle" für einen Imbiss. Zudem merkte sie an, dass zu viele Imbiss-Stände auf Dauer die Existenz der festen gastronomischen Betriebe gefährden, die schließlich Miete zahlen müssten und dauerhaft für eine Belebung der Altstadt sorgen würden.

Auch Wende sprach sich für mehr feste Gastronomie in der Innenstadt aus. "Ich möchte natürlich nicht an jeder Ecke in der Stadt eine Imbiss-Bude", stellte auch Bürgermeister Armin Warmuth (CSU) klar. Deshalb habe er ja einen Grundsatz-Beschluss auf die Tagesordnung genommen. Zudem sollte die Verwaltung aus seiner Sicht bei der Gestaltung der Stände mitreden können. Die CBB-Stadträte Reimar Glückler und Alexander Stolz machten ihre Zustimmung zudem davon abhängig, ob sich Gaststätten- und Imbiss-Betreiber gegenseitig unterstützen.

Auch andere Stadträte wollten zunächst klären lassen, was die Betreiberin der Gaststätte zu dem Vorhaben sagt. Deshalb und um zunächst nicht-öffentlich weitere Details zu besprechen, wurde der Antrag im öffentlichen Teil der Sitzung zurück gestellt.