Vor großen Aufgaben steht die Freiwillige Feuerwehr Baiersdorf. Während die Fahrzeughalle schon fertiggestellt ist, trifft in wenigen Monaten das Tragkraftspritzenfahrzeug ein. Eine schnelle Entscheidung erforderte auch die Tragkraftspritze selbst, die bei einer Übung gleichsam "ihren Geist aufgegeben hat" und nun ebenfalls ersetzt werden muss, wie es auf der Hauptversammlung im Feuerwehrgerätehaus hieß.

Der Vorsitzende Michael Mahr erwähnte in seinem Rechenschaftsbericht vor allem das gesellschaftliche Geschehen, wie die Winterwanderung, das Johannisfeuer, ein Wintersonnwendfeuer, die Teilnahme am Flurumgang, die Floriansmesse und den Volkstrauertag.

300 freiwillige Arbeitsstunden

Gleichzeitig berichtete der Vorsitzende davon, dass die letzten Ausbauarbeiten an der neuen Fahrzeughalle vorgenommen worden seien. Er dankte allen Helfern, die insgesamt über 300 freiwillige Arbeitsstunden dafür aufgebracht hätten, sowie den Spendern.

Es seien nun alle Voraussetzungen geschaffen, dass das neue Feuerwehrfahrzeug untergebracht werden könne.

Nach Mahrs Auffassung haben die Aktiven so noch mehr Möglichkeiten, Gutes zu tun. Geplant sei, die Indienststellung mit einem sogenannten "Einweihungswochenende" vorzunehmen.

Mahr informierte die Mitglieder auch darüber, dass die Eintragung des Vereins in das Vereinsregister vollzogen worden sei. Der Vorsitzende regte weiterhin an, in diesem Jahr eventuell eine neue Vereinskleidung anzuschaffen, damit die Wehr wieder ein einheitliches Bild abgebe.

Übungsbeteiligung ist gestiegen

Kommandant Sebastian Firnschild begrüßte mit Paul Schubert einen neuen Feuerwehrkameraden. Zugleich erklärte er, dass 2019 ein sehr ereignisreiches Jahr für die Wehr gewesen sei. Sie sei nicht nur bei einem Gartenhaus- und einem Waldbrand gefordert worden, sondern habe auch Sicherheitswachen übernommen.

Erfreulich fand Kommandant Firnschild in diesem Zusammenhang, dass die Übungsbeteiligung wieder zugenommen habe und vier neue Maschinisten ihre Ausbildung erfolgreich beendet hätten.

Allerdings war, wie er berichtete, die Wehr im vergangenen Jahr selbst von einem Brandschaden betroffen: Bei einem Übungseinsatz sei am Ende die Tragkraftspritze nur noch "Schall und Rauch" gewesen. Daher sei eine Neuanschaffung erforderlich. Die Planungen für das neue Tragkraftspritzenfahrzeug samt Ausstattung befänden sich voll und ganz im Zeitplan.

Bürgermeister Robert Hümmer würdigte die positiven Berichte und die bei der Baiersdorfer Ortswehr geleistete Arbeit.

Kreisbrandinspektor Thilo Kraus zeigte sich erfreut über die Arbeit, das Engagement und insbesondere auch die Lehrgangsbeteiligung der Feuerwehr von Baiersdorf. Wenn demnächst die Wehr erstmals ein Tragkraftspritzenfahrzeug für den Feuerwehrdienst erhalte, dann beginne damit gleichsam eine neue Etappe in ihrer Vereinsgeschichte, sagte er.

Größere Verantwortung

Die gute Zusammenarbeit mit der Ortswehr würdigte auch der stellvertretende Kommandant der Stützpunktwehr Altenkunstadt, Andreas Leikeim, der mit dem neuen Tragkraftspritzenfahrzeug die Wehr künftig auch verstärkt in der Verantwortung sieht. Leikeim wies zudem auf die Floriansmesse am 4. Mai und den Besuch der Interschutz-Ausstellung hin.

Gute Kameradschaft

Die Mitglieder des Gemeinderats, sagte Frank Novotny, seien stolz auf die Kameradschaft innerhalb der Feuerwehr Baiersdorf. Gemeinderat Novotny würdigte dabei besonders die vielen Eigenleistungen beim Hallenbau in Baiersdorf und sicherte zu, dass die Gemeinde und die Mitglieder des Gemeinderats die Fortführung der Feuerwehrbedarfsplanung als positiv sehen. Er wünschte allen schon vorab viel Freude mit dem neuen Feuerwehrfahrzeug.

Bei der allgemeinen Aussprache in der Hauptversammlung stand die Funkausbildung im Mittelpunkt. Baptist Fischer gab die Ziele für den Vereinsausflug am 29. August bekannt. Diese werden diesmal der Schlossgarten und das Schloss Weikersheim sein - mit einer anschließenden Weinprobe in Iphofen. dr