Das neue Baugebiet wächst
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Gädheim, Dienstag, 05. Dezember 2017
Der Gemeinderat Gädheim blickte auf ein erfolgreiches Jahr 2017 und auf die Planungen für 2018.
ULRIKE LANGER
Ein positives Fazit zog Bürgermeister Peter Kraus (CSU) zum Ende des Jahres in der letzten Sitzung des Gemeinderats Gädheim. "Wir haben viel erreicht und es hat mir großen Spaß gemacht, mit euch zusammen zu arbeiten", wandte er sich an die Gemeinderäte. "Ich freue mich daher schon jetzt auf das kommende Jahr."
Die beiden größten Projekte in diesem Jahr waren die Fertigstellung des neuen Baugebiets "Eichelberg III" in Gädheim, in dem bereits fünf Häuser im Bau sind und weiteres Interesse an den restlichen Bauplätzen besteht, und der Breitbandausbau. Bedauerlich sei nur, dass der Termin im September nicht eingehalten werden konnte und letztlich immer noch nicht alle Haushalte - auch das Rathaus in Gädheim nicht - an das schnelle Internet angeschlossen sind.
Außerdem wurden nach seinen Angaben die Ortskanäle in Greßhausen mit der Kamera befahren, so dass die Sanierung 2018 begonnen werden kann. Um das Fremdwasser zu beseitigen, würden wohl Kosten in Höhe von rund 750 000 Euro fällig, ohne dass damit die Kläranlage saniert ist. Erfreulich sei, dass die alte Schule in Gädheim mithilfe des Kommunalinvestitionsprogramms energetisch saniert werden konnte.
Zusätzlich standen laut Kraus viele kleinere Aktionen auf dem Programm: der Kauf eines Elektrofahrzeugs und eines Multifunktions-Einachsers für den Bauhof, die Erneuerung des Spielplatzes "Wingertstraße", der Erlass einer neuen Kostensatzung für die Feuerwehren und die Restaurierung des Kriegerdenkmals in Greßhausen.
Weiterhin wurde der Boden im Gemeinschaftsraum in der alten Schule Ottendorf durch freiwillige Helfer entfernt und die Elektrik in diesem Raum durch den Bauhof komplett erneuert. Derzeit wird der Boden in Eigenleistung der Ottendorfer wieder eingebaut.
In Greßhausen wurde zwar der Austausch des maroden Kopfsteinpflasters entlang der Kreisstraße beschlossen. Das neue Pflaster wird jedoch erst im Frühjahr in Eigenleistung der Greßhäuser verlegt, nachdem der Landkreis Arbeiten an der Fahrbahn signalisiert hat. Erstmals fand ein Kinder- und Familienausflug in den Freizeitpark Tripsdrill statt, der laut Bürgermeister sehr gut angenommen wurde. Nach mehreren Gesprächen mit den Beteiligten vor Ort und längeren Vorplanungen beschlossen die beiden Feuerwehren Gädheim und Ottendorf die Zusammenlegung ihrer Ortswehren. Ab Januar 2018 wird es somit in der Gemeinde nur noch zwei Feuerwehren geben.
Kooperation klappt
Auch die Interkommunale Zusammenarbeit in Form der "Allianz Main und Haßberge" wurde rechtlich auf feste Beine gestellt und der neu gegründete Verein wird nun die geplanten Projekte in der Allianz angehen. Im Bereich der Asylbewerber in der Gemeinde gab es grundlegende Änderungen. Denn die Wohnungen, die vom Landratsamt angemietet waren, wurden zum 30. September aufgelöst und die Mietverträge nicht verlängert. Daher wurden zwei afghanische Familien nach Ebern gebracht und die beiden syrischen Familien suchten sich eigene Wohnungen, eine davon in Gädheim. Wie Peter Kraus mitteilte, lebten zum 30. September insgesamt 1296 Menschen in der Gemeinde. Der Schuldenstand werde zum 31. Dezember vermutlich auf 652 118 Euro und damit auf 507 Euro/Kopf sinken.
In den kommenden Jahren stehen einige größere Investitionen an: die Fremdwassersanierung des Kanalnetzes in Greßhausen, die Kanalsanierung im Mönchshang in Ottendorf, die auf zwei Jahre aufgeteilt wird, der Neubau des gemeinsamen Feuerwehrgerätehauses in Gädheim, die Dorferneuerung in Ottendorf und die Verlegung des Maintalradweges. Der Bürgermeister dankte den Gemeinderäten, bat sie jedoch auch darum, bei Veranstaltungen der Gemeinde mehr Präsenz zu zeigen.
Zuschuss erwartet
In der Sitzung wurden auch aktuelle Themen behandelt. Peter Kraus gab bekannt, dass die Gemeinde einen Zuschuss von bis zu 20 000 Euro für Biotopbäume in den gemeindlichen Wäldern erhält. Der Förster Roland Henfling wird in den kommenden Wochen insgesamt 150 Biotopbäume markieren. Die beiden Biotope in Greßhausen werden durch die Untere Naturschutzbehörde (Landratsamt) neu angelegt und der Gemeinde entstehen dabei keine Kosten.Der Bürgermeister wird demnächst mit einem Vertreter des Technischen Büros Werner Eltmann Hausbesuche am Mönchshang in Ottendorf vornehmen, um mit den Hauseigentümern über die notwendigen Sanierungsmaßnahmen der Hausanschlüsse zu beraten. Im kommenden Jahr erfolgt der erste Bauabschnitt der Kanalsanierung. So werden im Rahmen der Tiefbauarbeiten die Fahrbahnabläufe und die Hausanschlüsse saniert. Der Hauptkanal wird 2019 im Inliner-Verfahren saniert, erfuhr der Rat.
Der Bürgermeister teilte weiter mit, dass zusammen mit dem Wasser- und Schifffahrtsamt und der Baufirma eine Ortseinsicht am Fahrradweg und am Verbindungsweg zum Steg nach Untereuerheim stattgefunden habe. Dort würden entlang des Mains aktuell Rodungsarbeiten ausgeführt. Ab Mitte Januar solle je nach Wetter mit den Ausbaggerarbeiten im Main begonnen werden. Laut Aussage der Baufirma werde die geplante Verlegung des Fahrradweges wohl im Herbst 2018 erfolgen.