Unter bewährter Führung von Marion Bär war die Wandergruppe der DAV-Sektion Kulmbach bei bestem Wanderwetter eine Woche im Ilztal bis zur Mündung in die Donau bei Passau unterwegs. Der Flusslauf der Ilz, die das "wilde Wasser Ostbayerns" und auch "schwarze Perle" genannt wird, entsteht durch die Vereinigung mehrerer Quellbäche.

Die 17 Wanderer waren täglich fünf bis sechs Stunden unterwegs. An der Ettlmühle, am Zusammenfluss der kleinen und der großen Ohe zur Ilz, begann die Wanderung. Sie führte durch das Naturschutzgebiet obere Ilz, unter anderem über die Dießensteiner Leite, weiter zur Schneidermühle und am nächsten Tag zur Schrottenbaummühle und wieder zurück zur Schneidermühle. Bei dieser Strecke ging der Weg abwechselnd auf beiden Seiten der Ilz immer bergauf und bergab.

Bei der Rundwanderung direkt vom Schloss Fürsteneck weg steil hinab zum Zusammenfluss der Ilz mit der Wolfsteiner Ohe nach Kalteneck und zurück über die Aumühle konnte die Schönheit und Wildheit der Ilz von beiden Seiten bewundert werden. Weiter ging es von Kalteneck zuerst schmal und nahe der Ilz, dann aber stetig auf und ab bis zum Stausee "Oberilzmühle". Bei strahlend blauem Himmel nutzten mehrere Wanderer die Möglichkeit, im Stausee noch zu schwimmen.

Am letzten Tag führte der Weg über die Trifftsperre mit Blick zur Ilzschleife in die Dreiflüssestadt Passau. Schon bei der Ankunft am Oberhaus oberhalb von Passau konnten die Wanderer auf die Mündung der dunklen Ilz in die Donau blicken. Nach einer kleinen Schifffahrt, einer Stadt- und Domführung ging es mit dem Bus zurück zum Schloss Fürsteneck. Dort konnte die Gruppe noch die Kellergewölbe, den Eis- und Weinkeller sowie einige unterirdische Gänge besichtigen. Friedel Weith