Voll auf ihre Kosten kamen die Besucher des ersten "Honky Tonk" in Haßfurt. Dieses Festival ist bislang nur in Schweinfurt gelaufen, erstmals versuchte man die Ausweitung in die Nachbarstadt: In sechs Locations wurde in Haßfurt zu den unterschiedlichsten Musikrichtungen fröhlich gefeiert. "Das ist ein heißer Oktober", sagte der neue Haßfurter Stadtmanager Marc Heinz im Hinblick auf die vielen Veranstaltungen in der Kreisstadt, in die sich das "Honky Tonk" aber hervorragend einfüge. Neue Akzente täten der Stadt gut, ist Heinz überzeugt und zeigte sich begeistert von der Musikvielfalt.

Im "Lokwerk" präsentierte die junge Band "9to5" ein Hörerlebnis mit ausgewählten Songs aus 60 Jahren Musikgeschichte, virtuos und leidenschaftlich interpretiert. Ein ganz anderer Stil wurde in der "Kleinen Auszeit" geboten. Hier waren vom "Salsamania Quartett" Klassiker der afro-karibischen Musik zu hören, ergänzt von Eigenkompositionen der Bandleaderin und Pianistin Eva Tilly.

Stimmung mit der "Rockröhre"

Eine ausgelassene Stimmung herrschte im Altstadthotel. Die Band "Cräcker" mit Rockröhre Steffi List verstand es, das Publikum in ihren Bann zu ziehen und begeisterte die Zuhörer mit einer musikalischen Zeitreise durch fünf Jahrzehnte der Rock- , Pop- und Oldiegeschichte. Zu den Stambands der Deutschen "Honky Tonks" gehört die "Monkeyman Band", die in der Rathaushalle mit ihren funky Interpretationen von Pop- und Rockmusik auftrat.

Im Weinhaus Schaffner unterhielten "Mad Bob und Elke Neugebauer" mit schöner Soul- und Popmusik. Schließlich war da noch das "Race-Duo", bestehend aus Gerry James Jr. und Georg Pavicic, das im Eiscafé Bassanese durch seinen hervorragenden Lead- und Chorgesang und einem außergewöhnlichen Repertoire auffiel.

Nach Schätzungen von Ralf Hofmann, Geschäftsführer des Veranstalters L19 GmbH, waren in Haßfurt am Freitagabend etwa 700 Menschen unterwegs. Die Kombination mit dem "Honky Tonk" in Schweinfurt machte es möglich, dass das Eintrittsbändchen auch am Samstag in der Kugellagerstadt galt. An beiden Tagen wurden die Gäste, die mit der Deutschen Bahn anreisten, im Zug ebenfalls musikalisch unterhalten. Dort sorgte das Duo "Eddy & Klaus" für den richtigen Stimmungsauftakt. Ob es das Haßfurter "Honky Tonk" 2019 geben wird, konnte Hofmann vor Ort noch nicht sagen. Aber eine Neuauflage würde zumindest begünstigt, wenn sich auch in Haßfurt Sponsoren für das Musikspektakel finden würden, sagte der Eventmananger.