Zur Herbstsitzung begrüßte Anne Feulner, Vorsitzende des IHK-Gremialausschusses Haßberge, die Mitglieder und Gäste in den Geschäftsräumen der Athene-Versicherungsmakler GmbH. Thema war: "Wie schütze ich mein Unternehmen gegen Cyberangriffe".


Ganz konkrete Risiken

Robert Dürnhöfer, "Athene"-Geschäftsführer, sieht eine Unterdeckung in Unternehmen, denn die Digitalisierung schaffe neue Risiken durch Cyberangriffe, etwa auf EDV-Anlagen. Jedes zweite Unternehmen sei schon Opfer von Sabotage, Wirtschaftsspionage und Datendiebstahl, hieß es.
Mario Alka, Geschäftsführer der IPResearch GmbH in Zeil am Main, erklärte, warum der Onlinehandel ein Vorreiter in der Digitalisierung ist und welche Angriffsszenarien es gibt. Er zeigte, wie man sein Unternehmen vor Cyberangriffen schützen kann. Seine neueste Entwicklung ist die sprachliche Abfrage nach derzeit offenen Lieferungen aus dem Onlinehandel oder Bedienungsanleitungen.
Dr. Lukas Kagerbauer, Bereichsleiter Berufsausbildung der IHK Würzburg-Schweinfurt, berichtete über das Jahresthema 2017/2018 der IHK-Organisation "Menschen befähigen - Wirtschaft stärken". Die Themen "Berufliche Bildung" und "Fachkräftesicherung" sind Eckpfeiler. Denn mehr als jedes zweite Unternehmen in Mainfranken nennt den Fachkräftemangel als Konjunkturrisiko Nummer Eins. Ein Drittel der Betriebe kann jetzt schon nicht mehr alle nötigen Ausbildungsplätze besetzen. Prognosen des Wirtschaftsforschungsinstituts WifOR gehen davon aus, dass die Unternehmen in Mainfranken bis 2021 bereits 30 000 Stellen für beruflich qualifizierte Fachkräfte nicht besetzen können.


Niedrige Arbeitslosenquote

Im Landkreis etwa ist die Arbeitslosenquote mit 2,4 Prozent weiterhin sehr niedrig. Die Ausbildungszahlen liegen auf dem Vorjahreswert. Der Bedarf der Betriebe kann mit dem Angebot nicht gedeckt werden. Die Auswirkungen des demografischen Wandels und der Trend zum Studium erschweren es den Unternehmen, ihre offenen Ausbildungsstellen zu besetzen.
Michael Brehm, Wirtschaftsförderer LKR Haßberge, berichtete über Projekte der LAG ( Lokale Aktionsgruppe) Haßberge, etwa die Gewinnung von Rückkehrern in die Region: Ziel des Projektes, das mit dem Landkreis Schweinfurt durchgeführt wird, ist es, abgewanderte Berufstätige zur Rückkehr zu bewegen. Eine Imagekampagne soll den ländlichen Raum als Wirtschafts- und Lebensraum ins Bewusstsein bringen.
Christian Kroll, Referent Anpassungsweiterbildung bei der Industrie- und Handelskammer (IHK) Würzburg-Schweinfurt, stellte sich als neuer Betreuer der Wirtschaftsjunioren Haßberge vor. Kroll folgt auf Mareen Capristo. Die Frühjahrssitzung 2018 findet am 4. April 2018 in Stettfeld bei "EnWaT" statt. red