Druckartikel: Straßenschäden und Streusalz setzen den Autos zu

Straßenschäden und Streusalz setzen den Autos zu


Autor: Coburger Tageblatt

Coburg, Freitag, 06. März 2026


Frost, Feuchtigkeit und Schlaglöcher im Winter haben Spuren an den Fahrzeugen hinterlassen. Damit aus kleinen Macken keine sicherheitsrelevanten Probleme werden, sei jetzt der ideale Zeitpunkt für einen gründlichen Fahrzeugcheck, heißt es in einer Mitteilung des Tüv Nord. „Kälte, Streusalz und schlechte Fahrbahnen beanspruchen sicherheitsrelevante Bauteile oft stärker, als vielen bewusst ist“, erklärt Klaus Stammberger, Leiter des Coburger Standorts des Ingenieurbüros Hofmann GmbH + Co. KG (Kooperationspartner von Tüv Nord).

Tiefe Schlaglöcher im Asphalt bedeuten Schwerstarbeit für Reifen, Felgen und die gesamte Radaufhängung. Ein heftiger Stoß kann nicht nur sichtbare Schäden verursachen, sondern auch Spur- oder Sturzwinkel verändern.

Stoßdämpfer und Lager stehen durch wiederholte Belastungen durch unebene Straßen unter besonderem Druck. Lässt die Dämpfungswirkung nach oder entsteht Spiel in der Radaufhängung, verschlechtert sich die Bodenhaftung. Das kann sich negativ auf Fahrstabilität und Bremsverhalten auswirken

Daneben fördert Streusalz die Korrosion an Metallbauteilen. Insbesondere an der Bremsanlage kann das bei längerer Standzeit zu einer ungleichmäßigen Wirkung führen. „Schleifgeräusche oder spürbare Vibrationen sollten ernst genommen werden“, sagt Stammberger.

Eine gründliche Fahrzeugwäsche entfernt Rückstände und reduziert das Risiko von Rostbildung. Klaus Stammberger: „Sinnvoll ist dabei eine sorgfältige Vorreinigung, bei der hartnäckiger Dreck aufgeweicht wird. Das verhindert, dass Schmutzpartikel in der Waschanlage zusätzliche Kratzer im Lack verursachen.“ Nach der Reinigung empfiehlt sich ein genauer Blick auf kleine Lackschäden. Werden Kratzer frühzeitig ausgebessert, lässt sich verhindern, dass sich Rost unbemerkt ausbreitet.

Streusplitt auf winterlichen Straßen kann vermehrt kleine Einschläge in der Windschutzscheibe verursachen, die sich durch Vibrationen und Temperaturunterschiede schnell zu einem Riss ausweiten können. Ob ein Steinschlag repariert werden kann, hängt von Lage und Ausdehnung ab.

Niedrige Temperaturen und viele Kurzstrecken beanspruchen auch die Starterbatterie im Winter erheblich. Neben der Batterie gehören auch Ölstand, Kühlmittel und Scheibenwaschanlage auf die Prüfliste. Anhaltende Feuchtigkeit kann zudem elektrische Kontakte beeinträchtigen. Ein kurzer Lichttest stellt sicher, dass Scheinwerfer, Rückleuchten und Blinker zuverlässig funktionieren. red