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Spaß auf dem Anger – Zum Schluss ging‘s in die Geisterbahn


Autor: Coburger Tageblatt

, Donnerstag, 06. August 2026

Alle hatten Spaß beim Autoscooter. Wolfgang Desombre


Die Schützengesellschaft Coburg (SG Coburg) setzte auch in diesem Jahr eine traditionsreiche Aktion fort: Die SG hatte am Samstag Frauen und Männer mit Behinderung zu einem Rundgang auf dem Coburger Vogelschießen eingeladen. Am Samstag führte Platzmeister Stefan Schober die Gäste über den Festplatz.

Ziel des Rundgangs sei es, „diesen Menschen mit Einschränkungen einen fröhlichen Nachmittag und eine Freude zu bereiten, betonte Schober. Wie in den Vorjahren hatten zahlreiche Schausteller zugestimmt, ihre Fahrgeschäfte früher zu öffnen. Die Besucherinnen und Besucher der Wohnheime des Diakonischen Werkes Seßlach und Neustadt bei Coburg wurden unter anderem mit Lebkuchenherzen überrascht und konnten eine Fahrt mit dem Riesenrad genießen. Coburgs Zweiter Bürgermeister Can Aydin und der Leiter des Sozialamtes, Holger Diez, dankten allen, die den kurzweiligen Nachmittag ermöglicht hatten. Aydin lud alle ins Bierzelt zu Bratwurst und einem Getränk ein. Obendrein spendete der Zweite Bürgermeister Lose und lud zu einer Abschlussfahrt in der Geisterbahn ein.

Schon lange darauf gefreut

Die Tour ist fest im Programm der Wohnheime des Diakonischen Werks verankert. „Für diese 16 Frauen und Männer aus den Wohnheimen Seßlach und Neustadt bei Coburg gehört der Rundgang zum Coburger Vogelschießen einfach zum festen Bestandteil, auf das sie sich Wochen zuvor immer freuen.“ Sie dankte der SG Coburg dafür, dass erneut alle zu dem Rundgang eingeladen worden waren – inklusive Riesenradfahren und Autoscooter.

Der Ursprung des Rundgangs geht auf den verstorbenen Otto Regenspurger zurück, der als Behindertenbeauftragter der Bundesregierung den Impuls gab. Stefan Schober hob hervor, dass man gerne an diesem besonderen Programmpunkt des Coburger Vogelschießens festhalte.

Heinz Rembor, Behindertenbeauftragter der Stadt Coburg, lobte die Schützengesellschaft: Es sei kein Almosen, sondern der gute Wille der SG Coburg, möglich zu machen, dass Menschen mit einer Behinderung eine derartige Teilhabe erführen. Die Aktion sei eine wertvolle Tradition, rücke Menschen mit Behinderung in den Mittelpunkt und biete ihnen einen vergnügten Samstagnachmittag. Allein in der Stadt Coburg lebten rund 4000 Bürgerinnen und Bürger mit geistiger oder körperlicher Beeinträchtigung. Diesen seien doppelt so viele wie im Bundesdurchschnitt, sagte Rembor.

Zum Schluss versammelten sich dann alle zu einem Gruppenfoto vor dem Riesenrad.