So werden Kinder stark
Autor: Coburger Tageblatt
, Mittwoch, 01. Juli 2026
Während bei Erwachsenen vor allem bewusste Einstellungen wie Optimismus oder Akzeptanz im Mittelpunkt stehen, entwickeln Kinder Resilienz vor allem über sichere Bindungen, emotionale Unterstützung und die Kommunikation. „Der Austausch mit den Eltern ist für Kinder entscheidend: Es stärkt sie, wenn sie sich zuverlässig geborgen und ermutigt fühlen“, sagt Frank Schnabel, Gesundheitsexperte bei der AOK-Direktion Coburg.
Die Erwachsenen könnten das Selbstvertrauen von Kindern stärken, indem sie Strukturen geben und Grenzen setzen. Denn es fällt ihnen leichter, sich erst einmal innerhalb des elterlichen Rahmens auszuprobieren. Hilfreich ist es, wenn Eltern den Nachwuchs altersgerecht zum Mitmachen motivieren und ihnen Aufgaben anvertrauen.
So entwickeln junge Menschen Selbstwirksamkeit, das heißt, sie glauben mehr und mehr an die eigenen Fähigkeiten. Sie machen die Erfahrung, dass sie etwas erreichen können und wie kompetent sie bereits in bestimmten Situationen handeln.
„Wichtig dabei ist, dass die Eltern den Nachwuchs ohne Druck unterstützen, fördern und mit allen Charaktereigenschaften wertschätzen“, erklärt Frank Schnabel. Hierzu gehört auch die Konfliktfähigkeit. Streit und Krisen gehören zum Leben; lernen Kinder, sich ihnen zu stellen, wachsen sie daran.
Zahlreiche Angebote
Die AOK begleitet Kitas mit dem Programm „JolinchenKids“. Es umfasst verschiedene Gesundheitsthemen, die schrittweise in den Alltag integriert werden können. Unter anderem enthält es auch Angebote für die innere Balance, etwa die „Fühl mich gut“- Insel, um soziale Kompetenzen und Entspannungsmöglichkeiten zu fördern und dabei zu helfen, ein positives Selbstbild zu entwickeln.
Das AOK-Präventionsprogramm „Henrietta & Co.“ bringt Grundschulkindern Gesundheitsthemen auf unterhaltsame Weise näher. Mit interaktiven Theaterstücken, digitalen Lernangeboten und praxisnahen Materialien werden Themen wie Ernährung, Bewegung und Gesundheit behandelt.red