Der Coburger Kevin Krawietz steht beim ATP-250-Turnier in Kitzbühel im Viertelfinale. Der 34-jährige Franke, der in Österreich interimsmäßig zusammen mit dem Franzosen Pierre-Hugues Herbert aufschlägt, setzte sich in der neuen Konstellation 4:6, 7:5, 10:8 gegen Ryan Seggerman aus den USA und den Schweizer Jakub Paul durch.
Leichte Startprobleme
Zwar hatten Krawietz und Herbert (Position 10 und 30 der Doppel-Weltrangliste) im ersten Durchgang anfänglich Schwierigkeiten. Im zweiten Satz hatten sie dann mit einem späten Break zunächst den Satzausgleich klargemacht, ehe sie sich im Match-Tiebreak behaupteten. Der Einzug ins Viertelfinale beschert der deutsch-französischen Paarung ein gemeinsames Preisgeld in Höhe von 5650 Euro. In der nächsten Runde treffen Krawietz und Herbert voraussichtlich am Mittwoch auf die österreichischen Wildcard-Inhaber Lukas Neumayer und Joel Schwärzler.
Auch wenn der Coburger normalerweise mit Tim Pütz aufläuft, weiß er, wie Herbert auf dem Court tickt. 2009 hatten die beiden gemeinsam in Wimbledon die Junioren-Doppelkonkurrenz gewonnen. In Kitzbühel gab sich die ehemals erfolgreiche Kombi rund 17 Jahre später indes anfällig – zumindest zunächst. Gleich im ersten Service Game entkam die deutsch-französische Paarung, die in Kitzbühel an Position 1 gesetzt ist, nur knapp dem Break. Ihr zweites Aufschlagspiel mussten Krawietz und Herbert dann aber abgeben – sogar zu Null. Paul und Seggerman präsentierten sich indessen souverän. Die schweizerisch-amerikanische Paarung gewann ihre Service Games problemlos und hielt Krawietz und Herbert damit auf Abstand.
Beim Stand von 4:2 für Paul und Seggerman drohte dem deutsch-französischen Duo einmal mehr der Aufschlag zu entgleiten. Krawietz und Herbert erkämpften sich jedoch unter Druck zunächst den Entscheidungspunkt und zogen das Spiel sodann noch auf die eigene Seite. Gleich im nächsten Service Game brachten sie dann erstmals Seggerman und Paul in die Bredouille. Sie erspielten sich drei Breakbälle, ließen allerdings alle liegen. Den Durchgang spielte die schweizerisch-amerikanische Kombi nun routiniert zu Ende. Nach 33 Minuten besorgte sie mit eigenem Aufschlagspiel die Satzführung.
Souveräne Service Games