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Dance Dome: Die ganze Welt des Tanzes in Coburg


Autor: Coburger Tageblatt

, Freitag, 10. Juli 2026

„Puppen bei Nacht“ – die jüngsten Teilnehmer der Ballettschule DanceArt‘s&E-Motions,Bettina Knauth


Wie Freude am Tanz in all seinen Facetten aussieht zeigten 224 Tänzerinnen und Tänzer sechs verschiedener Tanzschulen im Globe Coburg. Der Dance Dome sei viel mehr als eine Tanzveranstaltung, sagte zur Eröffnung Coburgs Zweiter Bürgermeister Can Aydin (SPD): „Der Dome ist ein Fest der Begegnung, Kreativität und Gemeinschaft.“ Aydin konnte sich noch gut an die „Gänsehautmomente“ und besonderen Augenblicke im Vorjahr erinnern. Die gab es auch bei der Neuauflage an diesem heißen Sommertag erneut, bei dank der Klimatisierung in der modernen Interimsspielstätte erträglichen Temperaturen.

Ob klassisches oder neoklassisches Ballett, ob Modern, Contemporary oder Commercial Dance, ob Hip-Hop: In jeder Stilrichtung boten die überwiegend weiblichen Tänzer ein mitreißendes Spektakel voller Farben und Emotionen.

Den Auftakt machten die Jüngsten: „Puppen bei Nacht“ verkörperten die Fünf- bis Achtjährigen von der Ballettschule DanceArt’s&E-Motions. Sie zeigten, was passiert, wenn im Spielzimmer das Licht ausgeht. „Can’t stop the feeling“ könnte auch das Motto der 17 jungen Akteurinnen des Tanzstudios Scholz lauten, deren Leidenschaft fürs Tanzen sich sichtbar nicht aufhalten ließ.

Extra für den Dance Dome kreiert wurde das Hip-Hop Stück „Espiritu“ des Move & Dance Centers. Voller Dynamik demonstrierten 30 Tänzer dem begeisterten Publikum Gemeinschaft, Kraft und Zusammenhalt. Das Ballettstudio am Ketschentor, das bereits einigen Talenten den Weg zur Profikarriere geebnet hat, zeigte bei „Universo“ spannende Bilder voller Ausdruck und Tiefe, bei denen stets die Gruppe im Vordergrund stand. Vom Zusammenhalt handelte auch „Circle of Strength“ vom Tanzraum Melanie Unger: Wer weiß, dass er aufgefangen wird, kann den Mut aufbringen, sich fallen zu lassen.

Anmutig schwebten dann die zarten „Nymphen“ von DanceArt’s&E-Motions über die Bühne. Die Sieben- bis Neunjährigen verzauberten durch Sanftmut. Ihr Lohn: kräftiger Applaus.

Das gleiche Tanzstudio versetzte das Publikum mit der Solo Performance einer Zwölfjährigen zu „Don Quixote“ 150 Jahre zurück. Tücher unterstützten dann bei „Uncharted“ zur Musik der Piano Guys den fließenden Gesamteindruck voller Leichtigkeit und Harmonie, den die elf Tänzerinnen des Tanzstudios Scholz auf die Bühne zauberten.

Die Suche nach Orientierung verkörperte der Tanz „Papaoutai“ der Medau Schule: Zu Afro Soul von Lune brachten die 18- bis 25-jährigen Tänzer die körperliche, aber auch die emotionale Distanz zwischen Kindern und ihren Eltern zum Ausdruck.