Druckartikel: Bürokratie und Zölle hemmen

Bürokratie und Zölle hemmen


Autor: Coburger Tageblatt

Coburg, Mittwoch, 08. April 2026


Das Auslandsgeschäft werde für die Unternehmen im Coburger Wirtschaftsraum immer schwieriger, teilt die IHK zu Coburg mit. Sie beruft sich dabei auf die Umfrage „Going International“ 2026. Laut IHK sind hiesige Unternehmen vor allem in der Euro-Zone, in weiteren EU-Märkten sowie in der Schweiz, in Norwegen, den USA und im Raum Asien/Pazifik aktiv. Auch das Vereinigte Königreich, China und Indien seien wichtige Märkte. „Unsere Unternehmen stoßen weltweit auf mehr Zölle, mehr Auflagen und mehr Unsicherheit. Das bremst das Wachstum und kostet Wettbewerbsfähigkeit“, sagt IHK-Hauptgeschäftsführer Siegmar Schnabel. Rund 70 Prozent der Unternehmen würden von steigenden Handelshemmnissen berichten – ein neuer Höchststand. Besonders das USA-Geschäft werde kritisch gesehen: Steigende Zölle, zusätzliche Bürokratie und politische Unsicherheiten würden dazu führen, dass Unternehmen Kosten weitergeben oder Investitionen verschieben. Für die kommenden zwölf Monate erwarten viele Unternehmen keine spürbare Belebung, sondern eher Stagnation, in einzelnen Märkten auch eine weitere Verschlechterung. Schnabel fordert mehr Freiräume im Außenhandel, weniger Bürokratie, mehr Planungssicherheit und einen besseren Marktzugang. Das sei entscheiden, „damit die Wirtschaft in der Region Coburg ihre internationale Stärke behaupten kann“. Freihandelsabkommen seien hier hilfreich, erklärt Schnabel und verweist auf die Einigung der EU mit Australien. Das Abkommen soll über 99 Prozent der Zölle auf EU-Exporte abschaffen. Für einen export-orientierten Standort wie Coburg seien offene Märkte und Handelsbeziehungen entscheidend, erklärte Schnabel. Die IHK zu Coburg setze sich für den Abbau von Handelshemmnissen, für praktikable regulatorische Vorgaben und den Ausbau internationaler Partnerschaften ein. red