Braucht die Feuerwehr neue Kleidung?
Autor: Coburger Tageblatt
, Freitag, 17. Juli 2026
Hitzewellen machen den Rettern zu schaffen – Aber es wird an besonderer Ausrüstung geforscht
Je nach Art eines Brandes haben es Feuerwehrkräfte mit Temperaturen von über 1000 Grad zu tun. Doch nicht nur die Hitze der Flammen ist eine Herausforderung, auch sommerliche Außentemperaturen können im Einsatz zur Belastung werden.
Erst kürzlich sackte ein Feuerwehrmann in Neustadt bei Coburg am Steuer seines Einsatzfahrzeuges bewusstlos zusammen. Zwar ist die genaue Ursache nicht bekannt, die Polizei geht aber von Hitze und Dehydrierung aus. Am Tag des Unfalls, Sonntag, 12. Juli, herrschten Temperaturen von rund 30 Grad.
Die Schutzkleidung der Einsatzkräfte ist überlebensnotwendig, die Außenschicht besteht aus hitze- und flammenbeständigen Spezialfasern. Moderne Schutzkleidung kann Hitze und Feuchtigkeit nach außen abgeben. Das funktioniert über atmungsaktive Stoffe. Die verringern das Risiko gefährlicher Hitzestaus. Aber dieser Effekt hat Grenzen.
Gefährliche Hitzewellen
Das gilt besonders für Hitzewellen wie im Juni 2026. Starke Sonneneinstrahlung heizt die Kleidung auf, schon bevor die Feuerwehrleute beim Brand sind. „Es ist ein großer Unterschied, ob man bei 30 bis 35 Grad oder bei 15 Grad zum Einsatzort kommt“, sagt Stefan Püls, Kreisbrandrat des Landkreises Coburg.
„Man muss sich überlegen, wie belastend über 30 Grad schon im normalen Alltag sind. Bei solchen Temperaturen in schwerer Uniform zu arbeiten, das ist eine erhebliche körperliche Belastung. Das kann natürlich auf das Wohlbefinden und die Leistungsfähigkeit gehen. Hier achten die Einsatzleiter sehr auf ihre Kräfte, genauso wie die Kollegen untereinander auch. “