Ausgebildete „Paten“ gehen mit ins Theater
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Coburg, Donnerstag, 12. Juni 2025
Kultur kennt kein Alter, jedoch wird es mit zunehmenden Lebensjahren und damit oft verbundenen gesundheitlichen Einschränkungen schwieriger, lieb gewonnene Gewohnheiten und die Teilhabe am kulturellen und gesellschaftlichen Leben aufrecht zu erhalten. Dies möchten nun die fünf neu ausgebildeten Kulturpatinnen und Kulturpaten der Stadt Coburg ändern. Sie und zwölf weitere ausgebildete Paten, die bereits im vergangenen Jahr geschult wurden, begleiten auf Anfrage künftig interessierte Senioren zu Kultur- und Alltagsveranstaltungen. Die Vermittlung der Kulturpatenschaften erfolgt über das Büro Senioren & Ehrenamt im Sozialen Beratungszentrum. Dort können sich interessierte Kulturgäste unter 09561/89 2575 anmelden.
Älteren Menschen bis hin zu Hochbetagten und Menschen mit Demenz soll es weiterhin ermöglicht werden, am kulturellen Leben teilzunehmen. Kultur ist dabei ein weit gefasster Begriff. Das kann das Fußballspiel am Wochenende genauso sein wie der Spaziergang im Park, oder ganz klassisch, der Besuch im Museum, im Theater oder im Konzerthaus. Alle Kulturpaten engagieren sich ehrenamtlich und spenden ihre Zeit. Die Kulturgäste übernehmen im Gegenzug die Kosten für Eintritt und Fahrt beim gemeinsamen Kulturbesuch.
Wie die Stadt Coburg in einer Pressemitteilung informiert, wurden die Ehrenamtlichen auf ihre künftigen Aufgaben als Kulturpaten durch eine Schulung von der gerontologischen Organisation „Curatorium Altern gestalten“ vorbereitet. Dabei ging es um Grund- und Notfallwissen, Unfallverhütungsvorschriften, die verschiedensten Krankheitsbilder, das Verhalten im öffentlichen Raum, die Organisation von Kulturbesuchen, einen Überblick zu den regionalen Kulturangeboten bis hin zu rechtlichen Aspekten. Auch die Teilnahme an einem Demenz-Partner-Kurs war Teil der Ausbildung. red