Der Fahrer eines Schulbusses erlitt bei Neuensee einen Schwächeanfall. Das Fahrzeug steuerte führerlos in einen Graben gegen eine Böschung. Von den Schulkindern im Bus wurde keines verletzt.
Auf dem Weg zu Schule und Schwimmbad in Michelau ist am Mittwoch kurz vor 8 Uhr ein Schulbus in der Maintalstraße verunglückt. Am Ortsausgang von Neuensee erlitt der 66-jährige Fahrer vermutlich einen Schwächeanfall.
Er fiel plötzlich vom Fahrersitz und kam auf dem Boden vor der Einstiegstür zum Liegen. Der Bus überquerte die Gegenfahrbahn, auf der zu diesem Zeitpunkt kein Fahrzeug unterwegs war, rutschte in einen Graben und blieb nach wenigen Metern an einer Böschung stehen.
Im Bus saßen 19 Schulkinder im Alter zwischen neun und zwölf Jahren sowie eine Lehrkraft. Sie konnten den Bus verlassen, noch bevor die Rettungskräfte eintrafen. Ein Schüler zog sich eine Schürfung zu, sagte Norbert Hauck, Leiter des Schulamts Lichtenfels. Zwei weitere kamen zur Untersuchung ins Lichtenfelser Klinikum, wo keine Verletzungen diagnostiziert wurden. Der 66-jährige Fahrer war bei Bewusstsein, als die Sanitäter an den Unglücksort kamen. Auch er wurde ins Klinikum eingeliefert.
Mit dem Bus werden Schüler der Grundschule Schwürbitz zum Schwimmunterricht ins Hallenbad nach Michelau gefahren sowie Schüler aus Neuensee in die Mittelschule in Michelau.
Am Bus entstand erheblicher Sachschaden. Genau lässt er sich aber noch nicht beziffern, die Bergung erwies sich als kompliziert und zog sich bis in die Mittagsstunden hinein. Vor Ort waren Einsatzkräfte der Lichtenfelser Polizei sowie der Feuerwehren aus Michelau, Schney und Neuensee. Sie sperrten die Unfallstelle und leiteten den Verkehr weiträumig um. Die Staatsanwaltschaft Coburg ordnete die Sicherstellung des Schulbusses an.