Burgkunstadter Stadtrat macht sich ein Bild von der Wasseraufbereitung
Autor: Redaktion
Burgkunstadt, Mittwoch, 25. Juli 2018
Dass die Investitionen für eines der wichtigsten Lebensmittel, das Trinkwasser, gut und sinnvoll angelegt sind, davon konnten sich die Mitglieder des Stadtrates bei einem Ortstermin in der Wasserverso...
Dass die Investitionen für eines der wichtigsten Lebensmittel, das Trinkwasser, gut und sinnvoll angelegt sind, davon konnten sich die Mitglieder des Stadtrates bei einem Ortstermin in der Wasserversorgungsanlage "Am Hügel" überzeugen.
Die Führung übernahmen dabei Dipl.-Ing. (FH) Wolfgang Fuchs und Dipl.-Ing. (FH) Christian Weidl, beide vom planenden Ingenieurbüro Miller in Nürnberg. Schon bei der Besichtigung des Umfelds wurde deutlich, dass eine Fülle von Aufgaben in den vergangenen Monaten abgeschlossen wurden. So wurden der Eingangsbereich, sowie der Kellerabgang mit dem Hausanschluss neu gestaltet. Der Rohwasserzulauf und der Reinwasserablauf zeigten jetzt ein übersichtliches und aufgeräumtes Bild. Sauber verlegte Leitungen führen zu den Filteranlagen, die dem Wasser aus den Brunnen 4 und 5 unter anderem Eisen und Mangan entziehen. Hierbei fanden vor allem die Quarzfilter und die sogenannten Flachbett-Entlüfter viel Interesse. Anschließend konnten die Rückspülgebläse und -pumpen sowie der Verdüsungsraum besichtigt werden.
Hochbehälter in Meuselsberg
Die Stadträte erhielten außerdem Informationen, wie das Trinkwasser anschließend wieder im Sauerstoff angereichert und in den Hochbehälter nach Meuselsberg gepumpt wird. Als zweckmäßig ausgestattet erwiesen sich auch die Betriebsräume, während die moderne und übersichtliche Schaltanlage mit ihren Anzeigen und dem großen Display dafür sorgt, dass alle relevanten Daten, die hier zusammenlaufen, stets im Blickfeld beziehungsweise abrufbar sind.
Im Notfall schnell reagieren
Zugleich beinhaltet die Technik auch jede Menge Steuerungselemente, um bei allen Notfallsituationen schnell reagieren zu können. Interessant: Aussparungen im Deckenbereich der Anlage ermöglichen, dass Pumpen leicht über Gitterroste nach oben gehoben und gegebenenfalls zur Reparatur gebracht werden.Die beiden Ingenieure schilderten den gesamten Ablauf der Baumaßnahme, wobei es auch erforderlich war, zweigleisig zu fahren; also einmal die Funktionalität der bestehenden Anlage zu gewährleisten und parallel dazu bereits die neue Ausstattung zu installieren. Sie bezifferten dabei die Kosten für die Rohbau-, die Maler-, Putz-, Dachdecker- und Fliesenverlegearbeiten, Schlosser- und Metallarbeiten,sowie die neue technische Ausrüstung und Elektro-Technik mit 550 000 Euro.
Obwohl die Umsetzung dieser Maßnahme einen beträchtlichen finanziellen Aufwand für die Stadt Burgkunstadt bedeutete, sahen alle Stadträte dies als eine wichtige Zukunftsentscheidung. Soweit vom Gesetzgeber keine neuen Vorschriften beschlossen würden, sei man mit der Wasserversorgungsanlage "Am Hügel" in Burgkunstadt für längere Sicht gut ausgestattet. Zumal, so der mehrfach zu hörenden Tenor: "Trinkwasser ist eben eines der wichtigsten Lebensmittel der Bevölkerung."