Bernhard Panzer

Aus der Weißen Nacht war eine bunte Nacht geworden, und diese bunte Nacht hatte die Förder- und Werbegemeinschaft (Föwe) heuer mit einer Vielfalt verschiedener Länder zur bunten Nacht der Kulturen verwandelt. Wie sich das Motto im kommenden Jahr entwickelt, weiß man noch nicht. Eines aber scheint klar zu sein: Bunt soll es auch dann wieder werden.
Denn die bunte Mischung des Nachtshoppings in der Innenstadt hatte die Gäste überzeugt. Das bestätigten Mitglieder der Föwe jetzt bei einer Nachbesprechung der Aktion. Die Gäste nahmen vor allem die kulinarischen Angebote so gut an, dass die Geschäftsleute jetzt einen Erlös von 1400 Erlös spendeten.
Die Veranstaltung habe sich zu einem Highlight in der Stadt entwickelt, sagte Dilger, und sie werde auch weiterhin gemacht. Vor allem sei erfreulich, dass sich die Aktivitäten am Kirchenplatz ausgeweitet hätten. Und deshalb hatte man die Spendenübergabe auch in den dortigen Friseursalon gelegt. Auch weil Ralf Dietz die höchste Spende gegeben habe, sagte Dilger.
Bedacht wurde die Jugendarbeit in Herzogenauracher Chören. Zwei gleich hohe Beträge konnten von Karola Schürrle (evangelische Kirchengemeinde) und Toni Rotter (Kantor St. Magdalena) entgegen genommen werden.
In der evangelischen Kirchengemeinde werden Projekte für Kinder unterschiedlichen Alters unterstützt. Denn die musikalische Erziehung beginne schon in den vier Kindertagesstätten, wo auch international gesungen wird. Pfarrerin Schürrle erläuterte weiter, dass in der neuen "Familienzeit" und im musikalischen Kindergottesdienst Familien gemeinsam singen. Bekannt seien außerdem die Kindermusicals von Gerald Fink. Da hatten die kleinen Sänger schon einen Auftritt beim Kinderkirchentag.
Bei Toni Rotter singen alleine in der Kantorei schon 190 junge Menschen. Man habe in der katholischen Pfarrei eine Kraft für die musikalische Früherziehung und auch in der Magdalenenkirche ein Kindermusical. Rotter nannte aber auch den Jahresausflug des Mädchenchors, der heuer nach Andalusien führte. Die Teilnehmer mussten nur 250 Euro zahlen, den Rest steuerte die Pfarrei bei. Auch dafür seien Spenden immer willkommen.
Für die Aktivitäten der Werbegemeinschaft für die Innenstadt gab's Lob. Karola Schürrle sagte, sie lebe gern in dieser Stadt. Es sei schön, hier einzukaufen und "man trifft immer Leute". Und genau diese Begegnung sei für sie bei ihrer Arbeit als Pfarrerin wichtig. Toni Rotter bot an, dass sein Chor ja auch gern Straßenmusik macht und gerne mal in der Innenstadt singen würde.
Für den Vorsitzenden der Föwe, Heiko Dilger, war es ein besonderes Anliegen, diese Jugendarbeit in den Chören zu unterstützen. Er komme aus Schonach im Schwarzwald, sagte er, und dort "ist der Kinderchor inzwischen ausgestorben." Beim Lebendigen Adventskalender in Herzogenaurach treten auch immer Kinder aus den kirchlichen Einrichtungen auf. So könne man jetzt etwas zurückgeben.


Herbst zwischen den Türmen

Zwei Aktionen hat die Föwe heuer noch im Programm: das Mittelalterfest (29. und 30. Juli) sowie einen "Herbst von Turm zu Turm" am 7. Oktober. Der sei gewissermaßen das Pendant zur Frühlingsaktion in der Innenstadt. Die Idee hatte Klaus Römmelt, sagte Dilger. Beide zusammen werden dieses Event, das zum ersten Mal stattfindet, auch organisieren. Dort wird es ein herbstliches Programm geben, beispielsweise mit Kürbissen und Oldtimern, umriss Dilger. Den Lebendigen Adventskalender und den Weihnachtsmarkt hat der Verein als bisheriger Mitorganisator inzwischen an die Stadt abgetreten.
Am heutigen Samstag zieht es Dilger, den bisherigen Wirt im "Turmkämmerla", in die Schweiz. Er tritt in Davos eine neue Stelle als Hotelchef an. Im Herbst kommt er zur Hauptstraßenaktion vorübergehend zurück, wenn das Hotel Betriebsurlaub hat. Den Vorsitz der Förder- und Werbegemeinschaft wird er aber abgeben.