Bei der Hauptversammlung im TSV-Sportheim blickte der Vorsitzende des Bürgervereins, Rüdiger Wylezol, auf das vergangene Jahr zurück.

Damit, dass er nur von den positiven Aspekten berichten werde, wolle er Lust auf das Vereinsleben und ein gutes Miteinander machen.Der Bürgerverein sei kein Verein, bei dem man seinem Hobby wie Sport, Züchten oder Musikmachen frönen kann. Auch für die Allgemeinheit sei der Verein augenscheinlich nicht zum Nutzen einzelner Bürger da. In der Satzung des Bürgervereins sei festgelegt, dass dieser sich ausschließlich mit der Förderung der Heimatpflege und Heimatkunde befasst. Somit würden auch Aktivitäten oder Eigeninitiativen unterstützt. Der Bürgerverein sei als ein Angebot an die Ortsbürger zu sehen, diesen für verschiedene allgemeinnützige Interessen, unter anderem für Vorträge, zu nutzen. Gerne würden Anregungen aus der Bevölkerung aufgenommen und berücksichtigt.

Rüdiger Wylezol schweben das Aufschreiben der Dorfgeschichte und das Leben in den Lichtstuben vor. Auch Ausstellungen, Bildergalerien, Flohmärkte und vieles mehr könnten eine Bereicherung für Großwalbur sein. Vorschläge von Bürgern seien immer willkommen.

Der Vorsitzende sprach die Gemeinschaft und das Gestalten des Dorflebens an: Das Leben im Ort sollte lebenswert gestaltet werden und es ermöglichen, mit Spaß und Leichtigkeit dabei zu sein. Viele Bürger sollten dabei mitmachen.

Eine kleine Bürgerversammlung

Der Versammlung wohnten die Gemeinderäte Harald Goch, Erhardt Kräußlich und Manfred Brückner bei, die Fragen der Bürger beantworteten. In der Diskussion kam der Eingangsbereich des Friedhofes zur Sprache. Wünschenswert wäre für die älteren Leute die Aufstellung eines Restmüllcontainers. Dieser würde unschön aussehen, war die Antwort der Gemeinderäte; eventuell könnten Abfallbehälter außerhalb des Friedhofes angebracht werden.

Des Weiteren wurde erwähnt, dass die Aussegnungshalle im Friedhof ein neues Dach und Dachrinnen erhalte. Der noch nicht fertiggestellte Weg im Friedhof werde im Baumbereich gepflastert und nachfolgend weiter geteert.

Bemängelt wurde der verschmutzte Gedenkstein vor dem Brauhaus. Die große Rotbuche sorge für die Verschmutzung des Steines und des gesamten Vorplatzes. Die Figur für den Sagenweg in der Dorfmitte soll versetzt werden, damit sie von der Straße aus besser gesehen werden kann. Der gesamte Schulweg sollte instandgesetzt werden, war zu hören. Ein weiteres Thema war der Backofen, der sehr feucht sei, weil er nur zwei- bis dreimal im Jahr zum Backen benutzt werde. Eine Renovierung mit Abmauern des Ofens wäre sehr aufwendig und kostspielig und stünde in keinem Verhältnis zur Nutzung war die Antwort.

Die Fällung einiger Bäume am Bahnhof ergab eine bessere Sicht auf die Bahnschiene und wurde begrüßt. Allerdings fehlt eine elektronische Anzeigetafel für die Züge am Bahnhof. In Meeder und Wiesenfeld sind diese installiert.

Die Bebauung an Flurbereinigungswegen wurde für nicht gut befunden. Es sollten eher Bauplätze mit mehreren Häusern und einer gemeinsamen Zugangsstraße ausgewiesen werden. Die nicht geklärten Fragen werden die Gemeinderäte an die Gemeindeverwaltung Meeder weitergeben.

Ein Fachvortrag von Florian Schroll über Nahwärmeprojekte mit regenerativen Rohstoffen löste eine rege Diskussion aus, so dass sich der Bürgerverein entschloss, zu einer eigenen Informationsveranstaltung zu diesem Thema die gesamte Dorfbevölkerung einzuladen. kagü