Anette Schreiber

Das hätte noch schlimmer ausgehen können: Offensichtlich hatte eine 84-Jährige, die im Parterre eines Mehrfamilienhauses in der Schlüsselstraße (Inselgebiet, Nähe Konzerthalle) wohnt, vergessen einen Topf mit Essen von der Herdplatte zu nehmen. Dann rauchte und brannte es in der Küche. Zum Glück war die Frau noch wach und auch der Rauchmelder schlug an, so dass noch Schlimmeres verhindert werden konnte.
Die Seniorin wandte sich geistesgegenwärtig an eine Nachbarin, die ihrerseits den Notruf absetzte. Um 2.14 Uhr. Parallel wurde versucht, die anderen Bewohner zu warnen. Bis auf drei im Dachgeschoss konnten sich alle auf die Straße und damit in Sicherheit bringen.
Das Treppenhaus war dann jedoch voll dichten Qualms, so dass die Feuerwehr die drei Bewohner im Dachgeschoss mittels Drehleiter aus dem Gebäude holen musste.
Die Bewohner wurden von den Rettungskräften sowie dem Notarzt behandelt und zum Teil vorsorglich wegen Verdachts auf Rauchgasvergiftung in verschiedene Krankenhäuser eingewiesen. Insgesamt waren laut Auskunft der Polizei 20 Feuerwehr-kräfte und elf Sanitäts-Rettungskräfte vor Ort. Atemschutztrupps der Wehren rückten dann ins Gebäude vor und bekämpften das Feuer im Untergeschoss. Sie rückten zum Brandherd vor und hatten das Feuer rasch unter Kontrolle gebracht. Nach Schätzungen der Polizei beläuft sich der bei dem Küchenbrand entstandene Sachschaden auf ungefähr 40 000 Euro. Sieben Bewohner kamen vorsorglich in umliegende Kliniken, um eine Rauchgasvergiftung auszuschließen.