Bitteres Schoko- Business
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Bad Kissingen, Donnerstag, 26. Juli 2018
Zartschmelzend, süß bis herb und verführerisch: Schokolade gilt seit jeher als sinnliche Versuchung. Schüler des Jack-Steinberger-Gymnasiums in Bad Kissingen haben jetzt die andere Seite kennengelernt...
Zartschmelzend, süß bis herb und verführerisch: Schokolade gilt seit jeher als sinnliche Versuchung. Schüler des Jack-Steinberger-Gymnasiums in Bad Kissingen haben jetzt die andere Seite kennengelernt. Ein ehemaliger Schüler, der heute als Unternehmer in der Kakao-Branche arbeitet, klärte die Jungs und Mädels über die Hintergründe in der Kakao-Produktion auf.
Leider ist der konventionelle Anbau von Kakaobohnen alles andere als verführerisch. Raubbau im Regenwald, Kinderarbeit und ungerechte Bezahlung der Kleinbauern sind nur einige wenige Aspekte der dunklen Seite der Schokoladenproduktion, die Dr. Arno Wielgoss, ein ehemaliger Schüler des Gymnasiums Bad Kissingen, nachzeichnete.
Der junge Unternehmer wollte dies so nicht mehr akzeptieren und gründete mit "Perú Puro" eine Firma, die Kakaobohnen direkt von einer Kooperative in Peru bezieht, ohne Zwischenhändler und mit deutlich über dem Welthandelsniveau liegenden Preisen. Zudem werden durch das angewandte Agroforstsystem nicht nur intakte Regenwälder geschützt, sondern auch Flächen aufgeforstet, berichtet er.
Schülern der 8. Jahrgangsstufe des Jack-Steinberger-Gymnasiums stellte Wielgoss die Welt der Schokoladenproduktion und die daraus resultierenden Probleme vor. Er zeigte auch, wie Schokolade ohne Nachteile hergestellt werden kann. Besonders gefiel den Schülern, die Kakaobohnen zu probieren. Die hatten einen sehr intensiven, bitteren Geschmack, was die jungen Schüler verblüffte. Ist ihnen doch bisher Schokolade immer als süße Verführung bekannt gewesen. red