Endlich war es so weit: 23 deutsche Schüler der beiden Kronacher Realschulen erwarteten gespannt ihre französischen Austauschpartner vom Collège Saint Félix in Hennebont, die sie bisher nur von E-Mails und Fotos kannten: "Bienvenue!" Zum Willkommen spielte die Schulband der RS I. Bei Kronacher Bratwürsten und einem kleinen UNO-Turnier schwand die anfängliche Scheu der Jugendlichen schnell.
Die folgende Woche war geprägt von einem abwechslungsreichen Programm, bei dem die Schüler Gelegenheit hatten, einander besser kennenzulernen und die Franzosen ihre Partnerregion entdeckten: In Bayreuth besuchten sie das Urweltmuseum und sie hatten viel Spaß beim Schlittschuhlaufen. Zinnfiguren durften sie auf der Kulmbacher Festung bemalen.


Gelebte Partnerschaft

Bei einer Frankenwaldtour bestaunten sie das Tropenhaus in Kleintettau und naschten am Schokoladenbrunnen der Lauensteiner Fischbachsmühle. In Nürnberg führte Agnes Dürer "persönlich" die Schüler auf Französisch durch das Dürer-Haus. Schließlich besichtigten die Gäste auch die Kronacher Festung Rosenberg. Die gelebte Partnerschaft zwischen Hennebont - dem Schulort der französischen Austauschschüler - und Kronach wurde unterstrichen durch ein Treffen mit Kronachs Bürgermeister Wolfgang Beiergrößlein - und dem von der Stadt spendierten Besuch im Crana Mare. Am Wochenende waren Unternehmungen mit den Gastfamilien angesagt. Das Sahnehäubchen auf allen Unternehmungen stellte vermutlich der am Montag frisch gefallene Schnee dar, den die bretonischen Jugendlichen ausgiebig genossen. So vergingen die Tage wie im Fluge. Heike Schülein