Da die Mitarbeiter des Büros Lackner & Roth im Stau warten mussten und somit nicht rechtzeitig zur Sitzung des Marktgemeinderats erscheinen konnten, begannen die Eggolsheimer Marktgemeinderäte einfach mit den nächsten Punkten der Tagesordnung und beschlossen mit einer Gegenstimme, dass der Markt Eggolsheim dem Verein Allianz Regnitz-Aisch beitritt.
Der Abstimmung ging eine längere Diskussion voraus. So wunderte sich Irmgard Heckmann (FW), dass die Gemeinde den Verein statt mit ursprünglich geplanten 10 000 Euro jetzt mit 20 000 Euro finanzieren müsse. Sie wollte deshalb wissen, ob diese Zahlung einmalig sei oder jedes Jahr aufs Neue geleistet werde. "Mit den zusätzlichen 10 000 Euro wird das Gehalt des künftigen Allianzmanagers vorfinanziert", erklärte Bürgermeister Claus Schwarzmann (BB).


Interkommunale Zusammenarbeit

Erst nach der Abrechnung, die zu Beginn des kommenden Jahres stattfindet, zahle das Amt für Ländliche Entwicklung die zugesagte Förderung.
Peter Eismann (CSU) merkte an, dass er sich nicht vorstellen könne, womit ein solcher Manager acht Arbeitsstunden täglich verbringen soll. Viele Fördermittel sind an eine solche interkommunale Zusammenarbeit gebunden, erklärte Schwarzmann: "Der Freistaat Bayern wünscht das." Mit Leerstandsmanagement, Konzept und Umsetzung des Kernwegenetzes oder einem gemeinsamen Konzept bezüglich Tourismus und Freizeit ist der Manager nach Ansicht des Bürgermeisters ausreichend beschäftigt und lud die Marktgemeinderäte zur Gründungssitzung am Montag, den 29. Mai in die Eggerbachhalle in Eggolsheim ein.


Sanierung oder Neubau

Bereits in der vergangenen Sitzung hatten die Gemeinderäte festgestellt, dass es nicht genügend Krippenplätze im Gemeindegebiet gebe.
Da es zur Zeit ein Bundesprogramm gibt, dass den Ausbau der Betreuungseinrichtungen sowohl qualitativ als auch quantitativ fördert, sollte die Gemeinde eine Wirtschaftlichkeitsberechnung für die Kindertagesstätte Drügendorf erstellen, schlug Schwarzmann vor. Damit werde sich zeigen, ob eine Sanierung oder ein Neubau sinnvoll wäre. Nach Möglichkeit könnte in dieser Berechnung überprüft werden, wie die Situation in Eggolsheim selbst aussieht. Die Gemeinderäte zeigten sich mit einer Gegenstimme einverstanden.


35 Stellplätze für Autos

Auch wenn der Freistaat Bayern nur 25 Parkplätze an der Ostseite des Eggolsheimer Bahnhofes fördern will, sollten insgesamt 35 Stellplätze für Autos (geplante Kosten: 130 000 Euro) und 24 Stellplätze für Fahrräder (geplante Kosten: 53 000 Euro) eingerichtet werden.
Dafür wurde die Verwaltung seitens des Marktgemeinderates mit einer Gegenstimme beauftragt, die entsprechenden Fördermittel zu beantragen und die Maßnahme anschließend öffentlich auszuschreiben.
Der Verlängerung des Radweges zwischen Eggolsheim und Bammersdorf, wie er vom Ingenieurbüro Sauer + Harrer geplant wurde, stimmten die Marktgemeinderäte einstimmig zu. Dies gilt ebenso für die Planungen bezütlich der Neugestaltung des Vorplatzes von Sportheim und Feuerwehrgerätehaus in Bammersdorf.