Es gibt Geräusche, die sind in Heckenhof in der Gemeinde Aufseß wohlvertraut. Das Geräusch von Biergläsern, mit denen die Gäste anstoßen, oder der Sound von Motorrädern, um nur zwei zu nennen. Am letzten Montag im Juli ab halb sieben jedoch mischen sich zu diesen Klängen noch ganz andere, nämlich die des Städtischen Blasorchesters Bayreuth.
Seit zwölf Jahren schon spielen die Hobbymusiker in Heckenhof, erst unter der Leitung von Pankraz Schrenker, nun unter ihrem Dirigenten Peter König. Doch die Geschichte dieser Juli-Konzerte reicht noch um einige Jahre weiter zurück.
Reinhard Lammel, Tubist im Städtischen Blasorchester, hatte als Lehrer an der Gesamtschule Hollfeld über viele Jahre hinweg die Leitung einer Bläsergruppe inne.


Reine Ehrensache

Diese Gruppe bestand aus etwa 15 Schülerinnen und Schülern, die übers Schuljahr fleißig übten und ihr Erlerntes unter anderem in Heckenhof zum Besten geben konnten.
Lammel und "die Kathi" hatten sich als Wirtin und Gast kennengelernt, und sein Vorschlag, im Hof des Gasthauses zu spielen, wurde begeistert aufgenommen: "Die Kathi fand es klasse, dass all die jungen Leute zum Musikmachen zu ihr nach Heckenhof kamen. Wir waren so gern da, und es war für uns auch Ehrensache, bei ihrer Beerdigung zu spielen." Reinhard Lammel gab 2003 das letzte Konzert mit seiner Hollfelder Bläsergruppe, und als im Jahr darauf das Juli-Konzert aus unterschiedlichen Gründen ausfiel, schlug er "sein" Blasorchester für dieses Konzert vor. Der Termin dafür, sagt er, war je sowieso fest im Kalender notiert. "Ja, und seitdem spiele ich die Juli-Konzerte mit dem Städtischen Blasorchester bei der Kathi. Es hängen unglaublich viele persönliche Erinnerungen an diesen Auftritten, nicht nur für mich, sondern natürlich auch für viele der Musiker." red