Wie in fast allen Sitzungen des Gemeinderats wurde auch diesmal unter Leitung des 2. Bürgermeister Norbert Borst (CSU) über private Bauvorhaben beraten. Wenig spektakulär, aber doch interessant war darunter der Bauantrag eines jungen Paares für den Umbau und die Erweiterung eines alten Wohnhauses in der Bad Bockleter Frankenstraße. "Was wir alle wollen, trifft hier genau zu", freute sich Borst über die erneute Nutzung des innerörtlichen Altbestandes durch junge Mitbürger.

Schon seit Jahren bemüht sich die Gemeinde, um die auch vom Landratsamt gewünschte und öffentlich oft diskutierte Ortskernbelebung. Zur Wiederbelebung alter Häuser werden Umbaumaßnahmen von der Gemeinde finanziell unterstützt, so auch in diesem Fall, wie Borst bestätigte. Die im Antrag gewünschten Erweiterungen des Gebäudes führen allerdings dazu, dass die vorgegebenen Abstandsflächen von drei Metern zum Nachbarn nicht eingehalten werden können. Der Nachbar stimmte dem Vorhaben jedoch zu und übernahm seinerseits drei Quadratmeter der geforderten Mindestabstandsfläche auf eigenem Grundstück. So konnte der Rat diesem Bauantrag bedenkenlos zustimmen.

Zwei Meter hohe Mauer und Pool

Ein weiterer Bauantrag befasste sich mit der Umgestaltung der Außenanlagen im Hirtenrasen in Aschach. Im Unteren Bereich des Hanggrundstückes sollen straßenseitig ein Carport und eine zwei Meter hohe Betonmauer errichtet werden. Das bereits bestehende, höher liegende Wohnhaus soll eine neue Zufahrt bekommen. Außerdem ist auf dem Grundstück der Bau eines kantenlosen Schwimmbeckens (Infinity Pool) und einer Treppenanlage vorgesehen. Das Grundstück befindet sich im Außenbereich der örtlichen Wohnbebauung, Nachbar ist nur die Gemeinde, öffentliche Belange werden durch diese Baumaßnahme nicht beeinträchtigt. Deshalb gab der Rat auch diesem Vorhaben seine Zustimmung.

Einstimmig war auch das Votum bei einem Antrag auf isolierte Befreiung zur Errichtung eines Carports in der Bockleter Straße Kleinfeldlein. Hier ging es lediglich um die Dachform und die Überschreitung der Baugrenze. Ein Nachbar hatte zwar seine Unterschrift verweigert, doch hatte die Gemeinde genau ein Jahr zuvor diesem Nachbarn dieselben Befreiungen beim Bau seines Gartenhauses genehmigt, obwohl auch damals ein anderer Nachbar die Unterschrift verweigert hatte. Somit sah der Gemeinderat keinen Anlass, in diesem Fall seine Zustimmung zu verweigern.

Neues Fahrzeug für den Bauhof

Wie Geschäftsleiter Thomas Beck mitteilte, wird der Ankauf eines VW Crafters als Ersatz für das 17 Jahre alte Maurerfahrzeug des Bauhofs vorbereitet. Im Haushalt sind 40 000 Euro eingeplant. Falls sich in der Sommerpause ein günstiges Kaufangebot ergeben sollte, möchte die Verwaltung die Gelegenheit nutzen. Der Rat erteilte dazu die Vollmacht. ksvd