Der CSU-Kreisvorstand hat in seiner jüngsten Sitzung aktuelle Fragen der Kommunalpolitik diskutiert. Dabei kamen seine Mitglieder überein, für eine Wirtscha...
Der CSU-Kreisvorstand hat in seiner jüngsten Sitzung aktuelle Fragen der Kommunalpolitik diskutiert. Dabei kamen seine Mitglieder überein, für eine Wirtschaftsoffensive zu werben. Christian Lange, der Kreisvorsitzende der Bamberger Christsozialen, erläutert, worum es der CSU geht.
Was meint die CSU mit Wirtschaftsoffensive? Der sich gerade vollziehende Wandel beispielsweise in der Automobil- oder der Energiewirtschaft machen es erforderlich, dass sich die Stadt Bamberg neue zukunftsgewandte Wirtschaftsfelder erschließt.
Welche Maßnahmen verfolgt die CSU konkret?Konkret sind es sechs wirtschaftspolitische Maßnahmen, für welche sich die CSU verstärkt einsetzen will.
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Zum einen will sie die Aktivitäten von Stadt und Landkreis in Bezug auf das geplante neue Digitale Gründerzentrum auf dem nordöstlichen Bereich der Lagarde-Kaserne unterstützen.
Zum anderen hat die CSU die örtliche Abgeordnete, Staatsministerin Melanie Huml, darum gebeten, sich dafür einzusetzen, dass der Bayerische Landtag im neuen Doppelhaushalt 2017/2018 die von der Staatsregierung vorgesehenen 5 Millionen Euro für das Anwenderzentrum Gesundheitswirtschaft und in der mittelfristigen Finanzplanung eingestellten weiteren 10 Millionen Euro bis zum Jahr 2020 auch wirklich beschließen möge.
Durch die Entwicklung von konkreten Wirtschaftsprojekten will Bamberg die Anbindung an das Medical Valley Erlangen vollziehen.
Wie ist die Meinung der CSU zum Bau eines Autohauses am Berliner Ring?Wir und die CSU-Stadtratsfraktion bekräftigen unsere Unterstützung für die Ansiedlung des BMW-Autohauses Sperber am Berliner Ring. Allerdings muss hier eine Lösung hinsichtlich der angedachten Verlagerung des Jugendtreffs an der Ohmstraße gefunden werden, welche größtmögliche Rücksicht auf die Anwohner im Malerviertel und in der Kloster-Langheim-Straße nimmt. Entsprechende Wünsche aus den Reihen der Anwohner sind bereits an den zuständigen CSU-Ortsverband Ost herangetragen worden.
Und Ihre Haltung zur Zukunft der Muna? In gleicher Weise wiederholt die CSU ihre Unterstützung für das angedachte neue Gewerbegebiet Muna/Schießplatz.
Bekanntlich sollen von den dort vorhandenen rund 200 Hektar Fläche 125 Hektar für Belange des Naturschutzes und nur 75 Hektar für gewerbliche Nutzung vorgesehen werden. Deshalb sind an dieser Stelle Naturschutz und Wirtschaft kein Gegensatz, wie von der GAL-Fraktion behauptet, sondern eine sinnvolle Ergänzung und Befruchtung. Wenn die Stadt noch mehr für Kinder, Familien und Kultur tun will, dann muss sie auch die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt befördern und diese nicht - wie die Grünen - blockieren.
Gibt es noch andere Schwerpunkte für die Haushaltsberatungen?Die CSU-Stadtratsfraktion will bei den Haushaltsberatungen das Projekt "Schüler.Bilden.Zukunft" des Don Bosco-Jugendwerkes fördern.
Dessen Ziel besteht darin, insbesondere Mittelschülerinnen und Mittelschüler in Absprache mit der Kreishandwerkerschaft und deren Mitgliedsbetrieben so in ihren Stärken und Schwächen zu fördern, dass sie eher größere Chancen haben, einen Ausbildungsplatz in der Region zu finden. Durch diese Förderung will die CSU sich besonders für Handwerk und Mittelstand einsetzen.
Die Fragen stellte
Gertrud Glössner-Möschk.