Innenminister Joachim Herrmann hat im Rahmen eines Festaktes in der Pfarrkirche St. Bonifatius in Weißenohe an den Bürgermeister Daniel Trübenbach den Förderbescheid aus der Städtebau- und Kulturförderung des Freistaates Bayern für das Chorzentrum Weißenohe in Höhe von 10.345.500 Euro übergeben.
8,3 Millionen Euro hiervon kommen aus der Städtebauförderung . Zwei Millionen steuert das Wissenschaftsministerium als Kulturförderung bei. Somit stehen mit den Bundeskulturfördermitteln in Höhe von 5,3 Millionen Euro, die vor kurzem der Kulturstaatsminister Wolfram Weimer bei seinem Besuch in Weißenohe freigab, insgesamt 15.645.500 Euro aus staatlicher Unterstützung zur Verfügung.
Historischer Prälatenbau
Wie der Fränkische Sängerbund mitteilte, sollen damit der historische Prälatenbau des ehemaligen Benediktinerklosters revitalisiert sowie ein Bettenhaus für 80 Seminarteilnehmer mit einem Konzertsaal im Untergeschoss sowie eine Freilichtbühne im Chorhof des Klosters errichten werden. Weitere Fördermittel für das auf 21,5 Millionen Euro veranschlagte Kulturprojekt kommen von der der Oberfrankenstiftung , der Bayerischen Landesstiftung und vom Förderverein. Die Gemeinde Weißenohe cofinanziert die Städtebauförderung mit rund 2,1 Millionen Euro. Der Bauherr und künftige Betreiber, die Chorakademie Weißenohe gGmbH, hat die Restmittel zu schultern.
Mit einem Blick auf die vielfältige Kultur, die in den vielen Klöstern von Mönchen in die ländlichen Regionen gebracht wurde, betonte der Minister, dass Kultur und die hierfür notwendigen Gebäude daher nicht nur in die Ballungsräume gehören, sondern ebenso auf das Land. Denn lebendige Kultur wie hier im künftigen Chorzentrum schaffe Begegnung, stärke den Zusammenhalt und mache die Heimat lebens- und liebenswert.
Joachim Herrmann geht davon aus, dass das Chorzentrum Weißenohe nicht nur eine kulturelle Bereicherung des Landkreises Forchheim und Oberfrankens sein wird, sondern weit über die Region im ländlichen Raum Strahlkraft entwickelt.