Dabei gelten einige Regeln. Jeder Benutzername muss eindeutig sein und darf nicht bereits von einer anderen Person verwendet werden. Außerdem sind bestimmte Sonderzeichen oder Formulierungen nicht erlaubt. Ist ein Name verfügbar, lässt er sich reservieren und später auch wieder ändern.
Wer die neue Funktion in seiner App noch nicht findet, braucht sich keine Sorgen zu machen. Denn WhatsApp verteilt größere Neuerungen traditionell nur schrittweise. Es kann also einige Zeit dauern, bis sie auf allen Smartphones angekommen sind.
Abo für Privatnutzer
WhatsApp startet fast zeitgleich mit einer weiteren Neuerung: Der Messenger bietet ein kostenpflichtiges Abo namens WhatsApp Plus an. Wichtig ist dabei zunächst die Entwarnung: An der kostenlosen Nutzung ändert sich nichts. Nachrichten schreiben, telefonieren, Videotelefonate führen oder Fotos verschicken bleibt weiterhin gratis. Niemand muss ein Abo abschließen. Das Plus-Abo richtet sich vielmehr an Menschen, die sich zusätzliche Komfortfunktionen wünschen.
Aus meiner Sicht ist dabei eine Funktion besonders interessant. Während bislang nur drei Chats dauerhaft oben in der Übersicht angeheftet werden konnten, lassen sich mit WhatsApp Plus deutlich mehr Unterhaltungen anpinnen. Gerade wer Mitglied in mehreren Familien-, Vereins- oder Arbeitsgruppen ist, kann so die wichtigsten Chats dauerhaft im Blick behalten.
Nicht revolutionär
Enthalten sind zudem zusätzliche Gestaltungsmöglichkeiten. So können unter anderem individuelle Klingeltöne für einzelne Chats festgelegt oder besondere Designs und Hintergründe gewählt werden. Solche Optionen sollen den Messenger persönlicher machen, ein Punkt, der gerade für Jugendliche oder junge Erwachsene interessant sein dürfte. Das alles ist nett – aber nicht revolutionär.
Wer WhatsApp täglich und nicht mehr nur für die private Kommunikation, sondern auch für das Engagement in Vereinen oder bei Online-Verkäufen nutzt, wird die Benutzernamen vermutlich schnell zu schätzen wissen, da die eigene Handynummer geheim bleiben kann.
Die gute Nachricht
Beim Plus-Abo fällt mein Urteil dagegen deutlich zurückhaltender aus. Ja, mehr angepinnte Chats können im Alltag praktisch sein. Auch individuelle Klingeltöne für Unterhaltungen sind eine angenehme Ergänzung. Doch an sich ändert sich dadurch kaum etwas. Für die allermeisten Personen dürfte WhatsApp deshalb auch künftig in der kostenlosen Version völlig ausreichen. Die wichtigsten Funktionen bleiben unverändert erhalten, und genau das ist letztlich die gute Nachricht.
Wer dagegen Freude an zusätzlichen Komfortfunktionen hat und bereit ist, dafür Geld auszugeben (rund 2,50 Euro pro Monat), bekommt mit WhatsApp Plus einige Extras. Ein Muss ist das Abo jedoch keineswegs.