Weiter geht‘s in Wimbledon
Autor: Fränkischer Tag
, Freitag, 03. Juli 2026
Der Coburger Tennisprofi Kevin Krawietz und sein Doppel-Partner Tim Pütz (Position 12 und 13 der Doppel-Weltrangliste) sind in Wimbledon ins Achtelfinale eingezogen. Wieder benötigten Krawietz und Pütz drei Sätze – und wieder setzten sie sich durch. Sie gewannen mit 5:7, 7:6 (7:5), 6:3 gegen die Argentinier und Einzel-Spezialisten Roman Andres Burrachaga und Thiago Agustin Tirante. Die fränkisch-hessische Kombi bewies Resilienz und drehte in der zweiten Runde das Match, indem sie in den entscheidenden Momenten die Nerven behielt.
Der Einzug in die nächste Runde beschert den Deutschen ein gemeinsames Preisgeld in Höhe von rund 55.600 Euro. Im Achtelfinale treffen Krawietz und Pütz auf Francisco Cabral (Portugal) und Lucas Miedler (Österreich).
Weiterhin bestritt Kevin Krawietz am Freitagnachmittag ein spannendes Mixed: Der Coburger ging mit Venus Williams an der Church Road an den Start. Die 46 Jahre alte frühere Starspielerin hatte von den Veranstaltern eine Wildcard erhalten, um in Wimbledon mit dem zweimaligen French-Open-Sieger aus Coburg antreten zu können.
Das Doppel-Match mit Tim Pütz brachte Krawietz im ersten Satz in Rückstand. Tirante – in der Einzel-Weltrangliste auf Position 55 gelegen – präsentierte sich zum Auftakt in starker Aufschlagform und brachte die südamerikanische Paarung ohne Punktverlust in Führung. Der Beginn des zweiten Satzes ähnelte dem des ersten. Tirante ging in Führung, doch Pütz zog nach – und dann drehten die Deutschen auf: Satzsieg. Der dritte Durchgang startete ausgeglichen. Die Deutschen und die Argentinier agierten bei eigenem Aufschlag abgeklärt. Beim Stand von 2:1 erkämpften sich „Krapütz“ die erste Breakchance – und nutzten sie. Pütz stand am Netz bereit und volierte den Ball unretournierbar ins gegnerische Feld. Der Hesse erhöhte daraufhin kurzerhand auf 4:1. Den Break-Vorsprung verteidigten die Deutschen bis zum Matchball. Die deutsche Davis-Cup-Paarung hatte zunächst auf 5:2 erhöht, ehe Tirante und Burrachaga ein letztes Mal verkürzten. Pütz machte mit eigenem Aufschlag schließlich kurzen Prozess – und den Einzug ins Achtelfinale klar. Von den drei Matchbällen nutzten die Deutschen gleich den ersten und profitierten dabei von einem Vorhandfehler von Tirante.