Wärmenetz als Blaupause
Autor: Fränkischer Tag
, Montag, 20. Juli 2026
Lonnerstadts Erfolgsprojekt nimmt den Betrieb auf – es könnte Vorbild sein für andere Kommunen
Elf Kilometer Leitung. 130 Gesellschafter. 160 Anschlüsse.
Selbst wenn die Zahlen schon beeindrucken, charakterisieren hohes Engagement und Kreativität das Nahwärmenetz der Marktgemeinde Lonnerstadt. Jedes dritte Anwesen der Gemeinde nutzt das Bürgerprojekt, das Wärme aus lokalen Hackschnitzeln liefert. Nun wurde das Heizkraftwerk eingeweiht.
Den Start des Projekt stellte die defekte Schulheizung dar. Statt ganz klassischer Optionen wie Tausch oder Reparieren hatte Ex-Bürgermeisterin Regina Bruckmann schon 2021 die für das Projekt zündende Idee: die ökologische Temperierung des Schulgebäudes durch ein eigenes Wärmenetz der Gemeinde.
Öffentliche Gebäude zuerst
„Schule, Kindergarten und Rathaus wollten wir so beheizen“, lässt Bruckmann die Entwicklung Revue passieren. Lonnerstadt hatte dann die kostenlose Energieberatung, eine professionell erstellte Machbarkeitsstudie hatte der Gemeinde schließlich grünes Licht gegeben.
Als die Gemeinderäte das Projekt debattierten, hatten Bürger rasch gefragt, ob sie ebenfalls von günstiger Wärme profitieren dürften. Das Ganze habe Wellen geschlagen: Immer mehr Interessierte stellten dieselbe Anfrage. Also wurde die Wärmenetz Lonnerstadt UG & Co. KG gegründet.