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Tradition: das Katzenkopffest


Autor: Fränkischer Tag

, Mittwoch, 22. Juli 2026

Das Katzenkopfpaar wird am Rathaus begrüßt. Snater


Seit mehr als 150 Jahren wird das Katzenkopffest in Königsberg gefeiert. Es ist ein Fest, welches wie so vieles in dem Fachwerkstädtchen einen historischen Hintergrund aufweist.

Es entwickelte sich aus dem einst weit verbreiteten Fest zu Ehren von Papst Gregor I., der sich unter anderem als Förderer der Schulen hervortat. Das Kinderfest hieß um 1600 Gregoriusfest. Es lebte um 1844 wieder auf und ist eine Abschlussfeier eines Schuljahres.

Zum zweiten Mal wird es in diesem Jahr an einem Freitag, heuer 24. Juli, auf dem Bleichdamm abgehalten. Beginn ist um 14 Uhr auf dem Marktplatz vor dem Rathaus. Dort wird das Katzenkopfpaar von den mit Blumenkränzen und Fahnen ausstaffierten Schülerinnen und Schülern begrüßt. Hinter dem Katzenkopfpaar verbergen sich zwei Viertklässler , gekleidet in schwarzem Gehrock und fränkischer Bauerntracht.

Begrüßt wird das Paar mit den Spottversen: „Es leb‘ der Herr von Katzenkopf mit seiner Frau, die hat kein‘ Zopf! Es leb‘der Herr von Ummerstadt mit seiner Frau, die Hunger hat! Es leb‘der Herr von Scheuerfeld mit seiner Frau, die hat kein Geld!“. Der Ursprung dieser Verse, die sich auf Orte im Raum Coburg beziehen, ist nicht geklärt.

In einem Zug durch die Altstadt von Königsberg geht es dann hinaus zum Festplatz auf dem Bleichdamm. Unterstützt von der Marschmusik der Sterzelbacher Musikanten aus Prappach muss das Katzenkopfpaar derweil diese Spottverse über sich ergehen lassen. Auf dem Bleichdamm gibt es dann für die Kinder Spiele und es werden auch Vorführungen gezeigt. Hunger und Durst muss niemand leiden, denn für eine Bewirtung ist gesorgt