So klingt der Sommer

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Der Große Chor wurde abwechselnd vom Orchester und der Bigband begleitet.Frederike Rodewald
Der Große Chor wurde abwechselnd vom Orchester und der Bigband begleitet.Frederike Rodewald
Die Bigband von Florian Kager nutzte das Konzert als Generalprobe für das Jazzwochenende in Regensburg.
Die Bigband von Florian Kager nutzte das Konzert als Generalprobe für das Jazzwochenende in Regensburg.
 
Die Junior Bigband unter der Leitung von Florian Kager.
Die Junior Bigband unter der Leitung von Florian Kager.
 

Ein Hauch von Open Air beim Indoor-Konzert des Gymnasiums Höchstadt

Mit den sanften Klängen von G. Faurés „Pavane“ und einem Menuett von P. Prelleur eröffnete das Vororchester das Sommerkonzert des Gymnasiums Höchstadt. Aufgrund des unbeständigen Wetters konnte das Konzert zwar entgegen der ursprünglichen Planung nicht erstmalig als Open Air im Schulhof stattfinden; der guten Stimmung und vor allem Begeisterung über das musikalische Können der Schüler tat dies aber keinen Abbruch.

Selbst von dem leichten Luftzug, der durch die geöffneten Fenster zog und teilweise die Notenblätter wegpusten wollte, ließen sich die jungen Musiker nicht beirren.

Vorfreude

„Während ich oben im Büro saß, habe ich in den letzten Tagen immer wieder die Proben mitbekommen, und Sie können sich wirklich freuen auf ein abwechslungsreiches, launisches und tolles Programm“, kündigte Ingo Pöllmann, der stellvertretende Schulleiter, an, bevor er die Bühne wieder dem Vororchester überließ, das gemeinsam mit der Junior Bigband H. Poseggas die bekannte Melodie aus der „Sendung mit der Maus“ spielte.

Ebenso wie das Vororchester ist auch die Junior Bigband mit den jüngsten Schülern des Gymnasiums besetzt. Es bietet so erste Erfahrungen beim Musizieren im Orchester, bevor die Schüler mit zunehmendem Alter und musikalischen Können ins Große Orchester beziehungsweise die Bigband wechseln.

La Mannschaft

Denn das Musizieren in der Gruppe will geübt sein: „In der Gruppe muss es dann funktionieren – quasi das Gegenteil unserer Nationalmannschaft“, so Stefan Shen, der das Vororchester leitet.

Beim Sommerkonzert überzeugte die Junior Bigband mit T. Puentes „Oye Como Ya“, B. Coopers und Lady Gagas „Shallow“ und M. Jacksons „Billie Jean“ als altbekannten Klassiker. Doch auch mit dem Unterstufenchor konnten die jüngeren Schüler begeistern: Unter der Leitung von Katharina Lutze stimmten sie „Mein kleiner grüner Kaktus“ von den Comedian Harmonists an, gefolgt von G. Kreislers „Frühlingslied“, einem Lied, das sich inhaltlich schwarzhumorig vor allem auf das „Tauben vergiften im Park“ konzentriert.

Nahe am Wasser

Das Programm des Großen Orchesters stand ganz unter dem Motto „Wasser“: Vom durch Instagram und Tiktok neue Berühmtheit gewordenen Song „Una Paloma Blanca“ von G. Baker dirigierte Stefan Shen sein Orchester weiter zu G.F. Händels Wassermusik. Und bei „A town with an Ocean View“ (J. Hisaishi) konnte das Publikum s beinahe tatsächlich das Wasser plätschern hören. Besonders begeistern konnte das Orchester allerdings mit der Filmmusik aus „Fluch der Karibik“ (K. Badelt und H. Zimmer).Für die Bigband unter der Leitung von Florian Kager war das Sommerkonzert nicht nur ein Auftakt zum Sommer, sondern gleichzeitig eine Generalprobe vor Publikum: Das Ensemble trat am Sonntag beim Regensburger Jazzwochenende mit zahlreichen bekannten Musikstücken auf. Einen Vorgeschmack gab es deshalb schon beim Sommerkonzert , bei dem die Bigband vier Stücke aus ihrem Programm zum Besten gab, darunter „In the Mood“ von J. Garland.

Der Große Chor von Georg Schlee begeisterte mit zwei lustigen Songs: „Chocolate Chip Cookies“ von D. Dickopf und E. Hüneke, ein Stück, das textlich lediglich aus einem Rezept für Chocolate Chip Cookies besteht, und „Paris“ (D. Dickopf und H. Feckler).

Zu guter Letzt standen schließlich die Ältesten auf der Bühne: Das Vokalensemble besteht aus Schülern der Oberstufe, die ihr gesangliches Talent regelmäßig bei Schulkonzerten beweisen.

Aller guten Dinge ...

Das Ensemble stimmte zunächst „Die Frage wie“ (L. Al-Deen) an, bevor Emily Zeiler und Tonio Geiger als Solisten „Das fremde Wesen“ sangen.

Da das Konzert wegen des großen Andrangs zweimal hintereinander stattfand, standen nach etwa zwei Stunden bereits die nächsten Zuhörer vor der Tür – die Ensembles verabschiedeten das Publikum mit zwei Zugaben.