Sie erzählt die Genesis rückwärts
Autor: Fränkischer Tag
, Dienstag, 01. Sept. 2026
Künstlerin Ulrike Polifke nähert sich einem besonderen Thema auf ungewöhnliche Weise
Was war am Anfang? Licht und Schatten, Wasser und Erde, Pflanzen, Tiere – und schließlich der Mensch. Die Schöpfungsgeschichte gehört zu den ältesten Erzählungen der Menschheit. In Mühlhausen nähert sich die Künstlerin Ulrike Polifke diesem großen Thema auf ungewöhnliche Weise: Sie erzählt die Genesis rückwärts.
Im Mittelpunkt steht der Zyklus „Genesis – alles wird gut“, der in Mühlhausen während der Kerwa ausgestellt wird. Entstanden sind die Arbeiten in Öl und Acryl und sind Teil eines noch nicht abgeschlossenen künstlerischen Prozesses.
Idee kam im Bamberger Dom
Der Ausgangspunkt für die Serie liegt überraschenderweise im Bamberger Dom. Dort begegnete die Künstlerin den Darstellungen von Adam und Eva an der Adamspforte – und war sofort fasziniert. „Ich habe mich in die ersten Menschen verguckt“, beschreibt Polifke selbst den Beginn ihrer Auseinandersetzung mit dem Thema.
Von dort aus ging es rückwärts: von Adam und Eva zurück durch die Schöpfungstage – bis hin zum Licht. „Jedes Bild ist eine Art Urknall“, sagt sie. Ein Impuls, ein Funke, bringt etwas in Bewegung. Die biblischen Texte sind dabei eine Inspiration, jedoch keine direkte Vorlage. „Wo sich der überlieferte Text mit meiner eigenen inneren Vorstellung verbindet, entsteht ein neues Bild“, erläutert die Künstlerin .
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