Die Vorberatung des Haushaltsplanes für das Jahr 2021 stand im Mittelpunkt der jüngsten Sitzung des Schönbrunner Gemeinderates.

Das Haushaltvolumen beträgt insgesamt rund 6 Millionen Euro, davon jeweils die Hälfte im Verwaltungs- und Vermögenshaushalt. Die Pro-Kopf-Verschuldung soll durch kontinuierliche Tilgungsleistung weiter gesenkt werden und beträgt zum Jahresende 2021 noch 728 Euro. Dem Vorentwurf des Haushaltsplan 2021 wurde mehrheitlich zugestimmt und er soll in der nächsten Sitzung verabschiedet werden.

Der Kämmerer der Verwaltungsgemeinschaft Burgebrach, Klaus Dorsch, stellte den Entwurf im Detail vor. Der Haushalt ist seinen Worten zufolge ausgewogen und situationsgerecht. Die Einnahmen aus der Gewerbesteuer betragen 220 000 Euro. Die Einnahmen aus den Grundsteuern 145 000 Euro.

Die Schlüsselzuweisung ist mit 832 368 Euro um 53 512 Euro höher als im Vorjahr. Der Gemeindeanteil an der Einkommensteuer beträgt 980 000 Euro und ist rund 50 000 Euro niedriger als die Prognose. Die Tendenz ist weiter fallend.

Durch die Erhöhung der Kreisumlage um einen Punkt auf 40,0 Prozent müssen voraussichtlich mit insgesamt 704 086 Euro rund 11 343 Euro mehr als im Vorjahr an den Landkreis abgeführt werden. Die Zuführung zum Vermögenshaushalt, die „freie Finanzspanne“, beträgt circa 355 000 Euro. Die Hebesätze für die Grundsteuern und die Gewerbesteuer bleiben unverändert. Die Verwaltungsumlage an die VG Burgebrach ist mit 420 000 Euro stabil.

Die größten Investitionen

Die größte Baumaßnahme ist die Erweiterung der Kita St. Franziskus um zwei Krippen-Gruppen. Für den bereits im Vorjahr begonnenen Neubau werden noch rund 900 000 Euro Restkosten erwartet. Die Gesamtkosten betragen rund 2,1 Millionen Euro und werden mit insgesamt 1 024 000 Euro bezuschusst.

Ein lange geplantes Projekt, die Dorferneuerung im Gemeindeteil Grub, soll 2021 starten, 200 000 Euro sind hierfür vorgesehen, die weiteren Kosten mit insgesamt 1,6 Millionen Euro wurden in den künftigen Jahren veranschlagt.

Das Rathaus soll mit einem Glasfaseranschluss ausgestattet werden, der Anschluss der Schule ist bereits erfolgt. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 90 000 Euro. Für die Optimierung der EDV-Anlage in der Verwaltung und für die Beschaffung eines Mehrzweckgeräteträgers für den Bauhof ist an die VG Burgebrach eine Investitionsumlage von rund 36 000 Euro zu entrichten.

Die Einsatzbereitschaft in den gemeindlichen Feuerwehren soll durch die Beschaffung von digitalen Funkgeräten, einer Wärmebildkamera und eines Notstromaggregats weiter gestärkt werden. Die voraussichtlichen Kosten betragen 28 000 Euro.

Ziel der Gemeinde Schönbrunn ist es, auch weiterhin durch die Ausweisungen von Baugebieten Möglichkeiten für Bauwillige zu schaffen. So bietet es sich an, die gemeindeeigene Fläche im Nordwesten von Zettmannsdorf als ein Wohngebiet mit zehn Baurechten auszuweisen. Davon können drei Plätze baldmöglichst zur Verfügung gestellt werden, für die weiteren kann die Erschließung 2022 erfolgen.

Im Baugebiet Bremi II-BA2 werden weitere 23 Bauplätze entstehen. Die Tiefbauarbeiten sind nahezu abgeschlossen, der Straßenbau ist bereits in vollem Gang. Die Gesamtkosten von rund 1,6 Millionen Euro werden durch die Gemeinde vorfinanziert und beim Verkauf der Bauplätze wieder der Gemeindekasse zufliesen.

Die Sanierung der Kapelle Steinsdorf ist nahezu abgewickelt. Mit Zuschüssen in Höhe von circa 86 000 Euro ist zu rechnen.