Die Gemeinde Redwitz muss in die Kläranlage, Kanäle und Wassernetz investieren
Die Freianlagenplanung „Kirchberg“ sowie die dringend anstehende Reparatur des Sandfangräumers in der Kläranlage standen im Mittelpunkt der Gemeinderatssitzung.
Da Trainau nicht durch ein Gemeinderatsmitglied vertreten ist, war Sven Hümmer l in einer Ortsversammlung zum Ortssprecher gewählt worden. Nach der Belehrung in der Gemeinderatssitzung nahm ihm Bürgermeister Jürgen Gäbelein den Eid ab.
Gäbelein sagte, dass in einer Sitzung des Gemeinderates die verschiedenen Entwürfe für die Freianlagenplanung „Kirchberg“ vorgestellt wurden. Die Jury hatte sich für den Entwurf des Büros Adlerolesch aus Bayreuth entschieden, das vom Gemeinderat mit den weiteren Planungen beauftragt wurde.
Änderungen eingearbeitet
Mit dem Geschäftsführer Ben Warnecke wurden die Hinweise der Jury zu dessen Entwurf besprochen, so die einfachere Gestaltung der Fläche des Aussichtsbalkons am Parkplatz ohne Sitzgelegenheiten oder die Reduzierung der Pflasterung auf den Verkehrsflächen.
Die Änderungen wurden eingearbeitet. In den darauffolgenden Wochen wurde der überarbeitete Planentwurf mit dem Landratsamt Lichtenfels , dem Landesamt für Denkmalpflege und den betroffenen Eigentümern durchgegangen. Der Planentwurf wurde von allen Beteiligten gebilligt.
Der grüne Kirchberg
Warnecke stellte den aktuellen Vorentwurf dem Gremium vor. So wurde der Gesamtentwurf unter den Titel „Der grüne Kirchberg“ gestellt, um vom klassischen Straßenbild wegzukommen. Wert wurde auf eine platzartige Gestaltung gelegt. Über den Schlossterrassen soll ein Baumdach stehen.
Möglich wird ein barrierefreier Zugang zur Kirche. Der Stellplatz bleibt erhalten. Geschaffen wurden mehrere Plateaus mit Sitzmöglichkeiten, die im Schatten stehen. Durch geeignete Pflanzenauswahl wurde auf das Thema Klimaresilienz Wert gelegt. Weitere Optimierungspunkte wurden untersucht und eingebracht. Weiter stellte Warnecke die Positionierung der Kriegerdenkmäler vor.
Diskussionen
Die detaillierte Kostenberechnung wird nun mit der nächsten Leistungsphase erstellt. Diskussionspunkte im Gemeinderat waren in erster Linie die Schlossmauer im Zusammenhang mit der unübersichtlichen Parkplatzzufahrt und der Standplatz der Kriegerdenkmäler. Der Gemeinderat nahm die Änderungen der Freianlagenplanung Kirchberg zur Kenntnis. Die zukünftige Ausführung der alten Schlossmauer wird im Detail nochmal geprüft.
Bei der Kläranlage bedarf es der Reparatur des Sandfangräumers, informierte der Bürgermeister . Die Kläranlage der Gemeinde wurde im Jahr 2003 umfassend umgebaut und erweitert. Im Zuge dieser letzten größeren Umbaumaßnahme wurde auch der Sandfangräumer eingebaut.
Die Firma, die diese Spezialfahrbrücke angefertigt hat, gibt es nicht mehr. Jüngst kam es vermehrt zu Störungen und Ausfällen am Getriebe des Sandfangräumers. Aufgrund der Dringlichkeit wurde der Auftrag zur Reparatur von Bürgermeister Jürgen Gäbelein als dringliche Anordnung an die Firma AWT Umwelttechnik Eisleben vergeben. Da für das kommende Jahr zudem der Austausch der vier 20 Jahre alten Vollgummi-Laufräder vorgesehen war, wurde dies gleich mit beauftragt. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 23.000 Euro.
Pläne fürs Stromnetz
Weiter ließ der Bürgermeister wissen, dass der zweite Entwurf des Netzentwicklungsplans Strom 2037/2045 von der Bundesnetzagentur geprüft wurde. Die Prüfergebnisse und der Entwurf des Plans sind im Internet unter bundesnetzagentur.de veröffentlicht. Bis 24. August können Behörden und die Öffentlichkeit Stellung nehmen.
Die Gemeinde Redwitz ist von einigen Maßnahmen betroffen, darunter der mögliche Neubau eines Umspannwerkes im Raum Weidhausen/Marktgraitz/Marktzeuln.
Aus der letzten nichtöffentlichen Sitzung gab der Bürgermeister bekannt, dass
an der Einleitungsstelle 5, an der Regenwasser aus dem Gewerbegebiet Redwitz-Ost in den Buchgraben eingeleitet wird, eine Anlage zur qualitativen Behandlung des Regenwassers errichtet werden soll.
In Redwitz und den Gemeindeteilen werden nach und nach die Abwasserkanäle befahren, Auch für das Wassernetzes sollte in den nächsten Jahren ein Konzept zu einer möglichen Erneuerung erarbeitet werden.