Retter auf vier Pfoten
Autor: Fränkischer Tag
, Dienstag, 30. Juni 2026
Spürnasen: Im Landkreis Forchheim helfen immer wieder Rettungshunde bei der Vermisstensuche.
Wenn Menschen in der Region Forchheim vermisst werden, ist Näschen gefragt. Denn Rettungshunde können Menschen durch ihren Geruch aufspüren. Auch bei der jüngsten Vermisstensuche rund um Gößweinstein waren die Spürnasen in ihren Teams im Einsatz.
Wie die Arbeit einer Rettungshundestaffel aussieht, weiß Sabrina Effenberg, Vorsitzende der Rettungshundestaffel Forchheim im Bundesverband Rettungshunde (BRH), ganz genau. Ihr Team gibt es seit 2013 und es besteht aus etwa 30 Mitgliedern – davon sind elf Teams aus Mensch und Hund geprüft und dürfen an Einsätzen teilnehmen. Weitere 15 befinden sich in der Ausbildung.
Die BRH-Rettungshundestaffel Forchheim ist als dritter Zug der Feuerwehr Weilersbach integriert. Viele andere Rettungsstaffeln sind an Rettungsdienste wie das Rote Kreuz oder die Malteser angegliedert. So auch die Rettungshundestaffel des Arbeiter-Samariter-Bunds (ASB) Fränkische Schweiz in Gräfenberg, die aktuell aus zehn Mensch-Hund-Teams besteht.
Die ASB-Rettungshundestaffel hat sich erst vor wenigen Jahren gegründet. Mitglied Ralf Chamberlain ist selbst erst seit zwei Jahren bei der Staffel des ASB dabei. Während die BRH-Staffel in diesem Jahr bereits 15 Einsätze verzeichnen kann, warten die Hund-Mensch-Teams des ASB noch auf ihre erste Alarmierung.
Chamberlain erklärt, dass sie drei geprüfte Hunde benötigen, um als Staffel an Einsätzen teilnehmen zu dürfen. Derzeit seien einige Hunde noch in der Ausbildung, aber ab Herbst könnte die Staffel bereit sein. Und die Ausbildung ist sowohl für Mensch als auch für Tier eine Frage der Ausdauer und der Zeit.
Ausbildung bis drei Jahre
Die Ausbildung dauert in der Regel zwei bis drei Jahre. Im Team trainieren beide Staffeln zweimal in der Woche. Und die Fahrtwege zu den Trainingsgeländen können lang sein. Denn für die Übungen, bei denen Menschen gefunden werden müssen, benötigt es viel Fläche und immer neue Orte. „Damit sich der Hund nicht daran gewöhnt, fahren wir immer wieder in andere Waldstücke“, erklärt Chamberlain. Hierfür nehmen die Mitglieder weite Fahrtstrecken auf sich.
Je nach Einsatzgebiet werden die Hunde spezifisch trainiert. Unterschieden wird in Flächen- und Trümmersuchhunde sowie Mantrailer. Flächensuchhunde suchen in einem ausgewiesenen Gebiet unspezifisch nach Personen. „Bei einem Einsatz kann die Fläche 80.000 Quadratmeter groß sein“, erklärt Effenberg vom BRH.