Ölpumperfest: Gemeinde feiert für ein Denkmal
Autor: Fränkischer Tag
, Sonntag, 19. Juli 2026
Viele Redwitzer Vereine haben auch dieses Jahr an einem Strang gezogen, um mit dem Ölpumperfest gemeinsam eine Veranstaltung auf die Beine zu stellen, die Tradition und Gemeinschaftssinn vereint. Umso mehr gewinnt das Fest an Bedeutung, da der Erlös wiederum zu 100 Prozent der Gemeinde zugute kommt. Das erste große Ziel ist mit der Errichtung einer Ölpumper-statue als bleibendes Denkmal für die Geschichte von Redwitz bereits gesteckt.
Am Nachmittag ging es im Bürgerhaus mit Kaffee und Kuchen los. Zugleich wurden auf dem Marktplatz für die kleinen Besucher Kinderspiele angeboten.
Später gab es vom Rost die begehrten Bratwürste und Ölpumper-Steaks von Alfred Kalis sowie Pommes als auch weißen Käs .
Das diesjährige Theaterstück widmete sich einem außergewöhnlichen Menschen: John Weberpals. Thilo Hanft erzählte vorab in einem Vortrag von dessen Leben und seinen Verdiensten für die Gemeinde Redwitz.
Johann Weberpals (Jahrgang 1885) wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf. Er erlernte schon in jungen Jahren das harte Handwerk des Korbmachens. Wie viele andere junge Leute sah er seine Zukunft nicht in Redwitz. Kurz nach der Jahrhundertwende packte er seinen Koffer und verließ sein Heimatdorf Redwitz für immer und geht nach New York.
Nach vielen Stationen wohnte John Weberpals 1918 im Stadtviertel Sutton Place unweit des East River, heute eine exklusive Wohngegend Manhattans und arbeitete dort als Kellner.
Während der Weltwirtschaftskrise Anfang der 1930er Jahre legte er einen Teil seiner Ersparnisse in Aktien an, die in der Folgezeit im Kurs stiegen und ihn zu einem wohlhabenden Mann machten.