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Neue Wettbewerbsrunde eingeläutet


Autor: Fränkischer Tag

, Dienstag, 21. Juli 2026

„Unser Dorf hat Zukunft“ will die Gemeinschaft stärken und Entwicklungsprozesse anstoßen
Das Bild zeigt die Teilnehmer bei einem Ortsrundgang durch Ising, dem Preisträger von 1969.Bettina Göttl


Gemeinsam für die Entwicklung des ländlichen Raums neue Impulse setzen und Engagement fördern: Unter dem Motto „Unser Dorf. Unsere Zukunft“ fand an der Schule der Dorf- und Flurentwicklung (SDF) Klosterlangheim eine Informations- und Austauschveranstaltung zum Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ statt. Dabei beschäftigte die Teilnehmenden vor allem eine Frage: „Was brauchen Dörfer, um ihre Zukunft gemeinsam aktiv zu gestalten?“

Die Veranstaltung des Amts für Ländliche Entwicklung (ALE) Oberfranken und des Bayerischen Kompetenzzentrums Ländliche Entwicklung (BayLE) erfolgte im Vorfeld der 29. Wettbewerbsrunde, die im Herbst 2026 startet. Im Mittelpunkt stand das Motto „Unser Dorf. Unsere Zukunft“, das den Fokus bewusst auf die Menschen im ländlichen Raum legt. Ziel ist es, zusammen mit den oberfränkischen Kreisfachberatenden und weiteren Multiplikatoren Dorfgemeinschaften zu stärken, gemeinsames Engagement zu fördern und Entwicklungsprozesse vor Ort anzustoßen – weit über den eigentlichen Wettbewerb hinaus.

Die Teilnehmenden erhielten Einblicke in neue Inhalte des Wettbewerbs und lernten Unterstützungsangebote der Ländlichen Entwicklung kennen. Um die Dörfer zum Mitmachen zu motivieren, ist beispielsweise ein Startgeld von 1000 Euro für gute erste Aktionen vorgesehen. „Ziel ist, dass es den Menschen vor Ort leicht gemacht werden soll, ins Tun zu kommen“, so Matthias Trepesch, einer der Ansprechpartner für den Wettbewerb im ALE. Zudem gibt es Beratungsangebote und eine Begleitung für die Dörfer durch ein Expertennetzwerk. Bei der Bewertung der Dörfer werden folgende Themenbereiche zu Grunde gelegt: Regionale Wirtschaft und Daseinsvorsorge, soziales und kulturelles Leben sowie Baukultur, Umwelt und Klimaanpassung.

Besuch in einem Siegerdorf

Beim gemeinsamen Rundgang durch das ehemalige „Unser Dorf soll schöner werden“-Teilnehmer-Dorf Isling wurde deutlich, dass die Zukunft ländlicher Räume vor allem dort entsteht, wo Menschen Verantwortung übernehmen, gemeinsam handeln und ihre Heimat aktiv mitgestalten. Der Lichtenfelser Ortsteil hatte bereits 1969 auf Bundesebene Gold geholt – eine Tatsache, die bis heute nachwirkt. „Für eine gute Dorfgemeinschaft ist es einfach essenziell, aufeinander zu zugehen und sich gegenseitig zu helfen“, sagt Ortsvorsteher Roland Lowig, der gemeinsam mit Gitti Tribale, Vorsitzende des Obst- und Gartenbauvereins, durch den 400-Seelen-Ort führte. Egal, ob für große Veranstaltungen wie dem jährlichen Lindenfest , dem Beachsoccer-Cup oder alltägliche Herausforderungen – die Dorfgemeinschaft mit sieben Vereinen halte zusammen und bringe den Ort gemeinsam voran. Wie das gelingt? Durch Engagement und „mit positiver Hartnäckigkeit“, so Lowig.

Der offizielle Auftakt in die 29. Runde des Dorfwettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ (ehemals: „Unser Dorf soll schöner werden“) findet in Bayern im Herbst statt. Ab dann haben interessierte Bürger die Möglichkeit, ihr Dorf über die Kreisfachberatenden der Landratsämter oder direkt online bis zum 1. Juni 2027 anzumelden. Bei Fragen rund um den Wettbewerb stehen im ALE Oberfranken unter dorfwettbewerb@ale-ofr.bayern.de Matthias Trepesch (Tel. 0951/837-211) oder Katharina Meixner (0951/837-133) zur Verfügung.  Stefanie Krapp