Mit Revolver und Drohungen: Mann unter Drogen randaliert
Autor: Fränkischer Tag
, Mittwoch, 22. Juli 2026
Die Polizei trifft auf einen verwahrlosten Mann – und die Angelegenheit landet vor dem Landgericht
Einigen Passanten fällt der verwahrloste Mann auf. Er liegt regungslos im Unterstand einer Bushaltestelle im Gewerbegebiet Weisendorf. Und das kurz vor Weihnachten. Sie machen sich Sorgen um die hilflose Person und alarmieren die Polizei.
Als die Streife aus Herzogenaurach eintrifft, finden sie den Mann, wie er zusammengekauert und winselnd dasitzt: „Er war nicht ansprechbar.“ Die Polizisten stupsen ihn an, um zu sehen, ob er medizinische Hilfe braucht. Plötzlich eskaliert die Lage. Der Mann beginnt laut zu schreien und die uniformierten Einsatzkräfte zu beschimpfen. „Verpisst euch!“ und „Fickt euch!“ dürfen sich die beiden Polizisten mehrfach anhören. Diese Beleidigungen führen dazu, dass die Streifenbeamten die Identität des Mannes feststellen wollen.
Der denkt aber gar nicht daran, seine Papiere zu zeigen. Stattdessen brüllt er: „Deine Mutter hat meinen Ausweis.“
Revolver in der Tasche
Als er seine Arme hebt, macht einer der Polizisten eine verstörende Entdeckung. Aus der Jackentasche des Mannes lugt der Griff eines Revolvers hervor. Nun hätte man ganz vorschriftsmäßig handeln können. Abstand gewinnen, den Mann laut auffordern, die Waffe auf den Boden zu legen, selbst die Dienstwaffe ziehen. Angesichts des aggressiven Zustandes hätte das möglicherweise zu einem Schusswechsel geführt. Mit blutigen Folgen.
Der Polizist sagt daher nichts, um den Mann nicht zu warnen und greift kurzentschlossen zu. Es kommt zum Gerangel an der Glasscheibe des Wartehäuschens. Der Mann versucht, sich aus dem Haltegriff zu befreien. Aber nicht, um zu entkommen: „Es machte auf mich den Eindruck, als ob er versuchte, zur Schusswaffe zu greifen.“