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Mehr als 500 Hitzetote


Autor: Fränkischer Tag

, Donnerstag, 09. Juli 2026

In Bayern ist schon jetzt der Vorjahreswert getoppt


In Bayern sind nach Schätzung des Robert Koch-Instituts im laufenden Jahr schon rund 530 Menschen an den Folgen von Hitze gestorben. Zum Vergleich: 2025 waren es im gesamten Jahr 490 Menschen. Betroffen sind besonders ältere Menschen.

Bayern ist damit aber weniger stark betroffen als andere Bundesländer. In Baden-Württemberg waren es trotz der niedrigeren Bevölkerungszahl laut RKI-Schätzung 790 Fälle, im ebenfalls kleineren Hessen 600 und in Nordrhein-Westfalen sogar 1230. Betrachtet man die geschätzten Hitzetoten pro 100.000 Einwohner, liegt der Freistaat mit einem Wert von 4 im unteren Mittelfeld. Im Saarland ist der Wert mit 15,5 am höchsten, in Hamburg mit 2,1 am niedrigsten. Die Schätzungen enthalten allerdings eine deutliche Schwankungsbreite.

Bundesweit geht das RKI von bislang 5120 hitzebedingten Sterbefällen aus. Dazu zählen Fälle, in denen die Hitzeeinwirkung – etwa bei einem Hitzeschlag – den Tod unmittelbar ausgelöst hat. In den meisten Fällen führe jedoch eine Kombination aus Vorerkrankungen und Hitze zum Tod, hieß es.

In der letzten Juniwoche hatte es eine außergewöhnlich intensive und anhaltende Hitzewelle mit regional über 40 Grad gegeben. In Bayern war es nach vorläufigen Daten des Deutschen Wetterdienstes (DWD) der zweitheißeste Juni seit Beginn der Aufzeichnungen. Im fränkischen Kitzingen wurde mit 40,8 Grad sogar ein Temperaturrekord aufgestellt.  dpa