Druckartikel: Lynch, Shakespeare, Tarantino

Lynch, Shakespeare, Tarantino


Autor: Fränkischer Tag

, Dienstag, 07. Juli 2026


Inspiriert von den faszinierenden Bildwelten David Lynchs, ist die Tanztheaterproduktion Eat My Fear eine Hommage an alles, was Lynch ausmacht. Zu sehen ist das Stück am Donnerstag, 9. Juli, um 19.30 Uhr und am Freitag, 10. Juli, um 19.30 Uhr im Markgrafentheater (Großes Haus).

Ob als Verrückter oder als Genie betrachtet: David Lynch hat die Geschichte des Filmemachens geprägt. Seine Filme stellen das Surreale und Unheimliche dem Banalen und Alltäglichen gegenüber, um die absurde Wahrheit der gesellschaftlichen Realität aufzudecken.

Lynchs Universum

Caroline Finns Tanztheaterstück Eat My Fear taucht in Lynchs Universum des Surrealismus ein. Hier verschwimmen Realität und Fiktion. Es treffen rätselhafte Personen und Lebewesen aufeinander, die zwischen Träumen und Alpträumen leben. Das Banale kippt ins Groteske, und mittendrin der ständige Versuch, einen Sinn zu erkennen in einer Welt, die längst ins Wanken geraten ist.

Choreografie, Regie und Kostüme: Caroline Finn

Chor acquire: Mädchenchor des Christian-Ernst-Gymnasiums Erlangen

Mit Juliane Böttger, Birgit Bücker, Kai Götting, Tobias Graupner, Hermann Große-Berg. Weitere Informationen:

schauspiel-erlangen.de/spielzeiten/2025-26/eat-my-fear.

Der Letzte löscht das Licht

Ein weiteres Stück in Erlangen: Der Letzte löscht das Licht (UA). Live-Hörspiel nach der Graphic Novel von Tobias Aeschbacher

Eine Graphic Novel wie ein Gangsterfilm! Oder wie eine Shakespeare-Tragödie, an der Tarantino mitgeschrieben hat. In Kooperation mit dem Comic-Salon Erlangen präsentiert das Schauspiel Erlangen Aeschbachers grandiosen Comicroman als rasantes Live-Hörspiel voller Wortgefechte, Schusswechsel und Liebeserklärungen.

Katze statt Tasche

Drei Kleinkriminelle dringen in ein heruntergekommenes Mehrfamilienhaus ein. Sie suchen eine Tasche – und finden eine Katze, ein Gangsterpärchen, eine Cannabisplantage, einen gutherzigen Spanner, einen sentimentalen Auftragskiller, allerhand Waffen, Stromausfälle und den Tod. Was als muntere Gangsterklamotte beginnt, entwickelt sich zur raffiniert erzählten Tragikomödie rund um eine Horde mehr oder weniger cooler Ganovinnen und Ganoven, die alle auf kuriose Weise ins Gras beißen.

Geleitet von exquisiter Dummheit und zweifelhafter Moral erweisen sich die Heldinnen und Helden dieser Story angesichts ihres finalen Ablebens als rührend verletzlich. Am Ende sind alle tot. Wie bei Shakespeare. Oder bei Tarantino.

Comic-Salon Erlangen

Eike Hannemann, dem Erlanger Publikum bestens bekannt durch Inszenierungen wie Die Leiden des jungen Werther oder Per Anhalter durch die Galaxis, verwandelt Aeschbachers Comicroman in mitreißendes Ohrenkino. Natürlich zum Zuschauen.

Beim 21. Internationalen Comic-Salon Erlangen 2024 wurde die Graphic Novel mit dem Preis als „Bestes deutschsprachiges Comic-Debüt“ ausgezeichnet.

Zu sehen ist das Stück am Mittwoch, 8. Juli, um 20 Uhr im Theater in der Garage.

Regie Eike Hannemann

Mit Luca Hass, Ralph Jung, Johannes Rebers

Informationen gibt es unter schauspiel-erlangen.de/spielzeiten/2025-26/der-letzte-loscht-das-licht.  red