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Jubiläumskonzert Volkschor Herzogenaurach


Autor: Fränkischer Tag

, Dienstag, 21. Juli 2026

Der Volkschor Herzogenaurach unter Leitung von Patrick BullingerChristiane Brenner


Im Jahr 1906 schlug am 6. Mai in Herzogenaurach die Geburtsstunde des Arbeiter-Gesang-Vereins „Vorwärts“.

Nach dem ersten Weltkrieg entstand zusätzlich eine gemischte Gesangsabteilung.

Erst 1946 gelang es, einen Verein zu gründen, der den Namen „Volkschor Herzogenaurach“ erhielt. Der steht nun mitten im 120-jährigen Jubiläum und die Gründungsmitglieder sind via „Public Viewing“ von oben zugeschaltet, wie die Vorständin Silke Görner bei der Begrüßung in der evangelischen Kirche am Nachmittag des 19. Juli später dankbar hinzufügt.

Nicht alltäglich, dass ein Chor mit einem „Früchtekanon“ einzieht, bestehend aus Mango, Kiwi, Ananas, Banane, und richtig Lust auf ein sommerlich buntes Programm macht.

Dies lässt Chorleiter Patrick Bullinger nacheinander anhand einer (Liebes-)Geschichte von Jane und Jim aus dem Song „Schuld war nur der Boss Nova“ entstehen.

Als sehr einfühlsam gesungene und dirigierte Ballade folgen nicht 120, sondern „A Thousand Years“ unendlicher Liebe, bis schließlich „Im Wagen vor mir“ das berühmte junge Mädchen fährt - ratta-ratta-ratata.

Viele bekannte Gute-Laune-Lieder, von Peter Willert versiert ab und zu am Piano begleitet, möchte man am liebsten mitsingen, u.a. „Mein kleiner grüner Kaktus“, „Ich wollt‘ ich wär‘ ein Huhn“, oder „Yesterday“.

Etwas schwieriger wird es bei „Scarborough Fair“, nicht zuletzt wegen des mollähnlichen Charakters dieser ursprünglichen Folk-Ballade des 16./17. Jahrhunderts.

Danach entsteht mit satter, freudvoller Klangentfaltung ein riesiger Strauß „Flowers“ für die Angebetete.

Auch das „Lied von der Unzulänglichkeit“ aus der berühmten Feder des Teams Brecht/Weill steht dem nicht im Weg. Im Gegenteil, die Devise lautet: „Seite an Seite“, bekannt durch Christina Stürmer, nun innig schön interpretiert.

Chorsingen ist nicht nur ein Nebeneinander sondern auch ein Miteinander, um eben Seite an Seite ein Jubiläums-Sommerkonzert unter diesem Titel zu veranstalten.

Bullinger versteht es, locker und dennoch diszipliniert Freude zu vermitteln, sein präzises, einfühlsames Dirigat lässt sich bestens aufnehmen und besonders gekonnt in leise Phasen umsetzen.

Mit Stimmbildung sorgt er zusätzlich für eine gute Vorbereitung. So kann dieser Chor weiterhin „Kleine Träume“ nicht nur im Lied verwirklichen und sich vielleicht ein paar mehr Männer zur Verstärkung an die Seite holen.

Ein begeistertes Publikum dankt am Ende mit anhaltendem Applaus.

Glückwunsch zu dieser spürbaren Entwicklung!

 Christiane Brenner