In Minuten alles verloren
Autor: Fränkischer Tag
, Mittwoch, 22. Juli 2026
Nach dem Brand in Nassach gibt es eine Welle der Hilfsbereitschaft – und eine Spendenaktion
Es sind nur wenige Minuten, die das Leben einer Familie in Nassach verändern. Mitten in der Nacht schlagen die Rauchmelder im Haus der Familie Geuß/Holzheid Alarm. Nur der 20-jährige Lukas Murk, der älteste Sohn von Madeleine Geuß, ist noch wach. In seinem Zimmer gerät ein mobiles Klimagerät in Brand.
Wenige Minuten später stehen Madeleine Geuß, ihr Lebensgefährte Thomas Holzheid, Lukas Murk, Emma (13), Ben (10), Josefine (6) sowie Hauseigentümer Ekkehard Holzheid vor dem Haus. Dank der Rauchmelder können sie sich rechtzeitig ins Freie retten. Ihr Zuhause ist seitdem unbewohnbar.
Zum Schlauch gegriffen
Noch bevor die Feuerwehr eintrifft, greift Thomas Holzheid zum Gartenschlauch und versucht, die Flammen durch das Fenster des brennenden Zimmers einzudämmen. Ein Nachbar eilt mit einem zweiten Gartenschlauch herbei und unterstützt ihn.
Wenig später übernehmen rund 70 Einsatzkräfte mehrerer Feuerwehren die Löscharbeiten. Für Thomas Holzheid und Lukas Murk endet die Nacht im Krankenhaus. Beide erleiden leichte Rauchgasvergiftungen. Die beiden Jack Russell Terrier der Familie, Max und Maja, sowie die beiden Katzen überstehen den Brand unverletzt.
Besonders schwer getroffen hat das Feuer Lukas Murks Zimmer, in dem es ausbrach, sowie das darunterliegende Wohnzimmer, das durch das Löschwasser erheblich beschädigt wurde. Der älteste Teil des Hauses stammt aus dem Jahr 1841. Nach erster Einschätzung eines Dachdeckers hat der Dachstuhl den Brand überstanden.