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IHK: Hohe Kosten belasten Firmen


Autor: Fränkischer Tag

, Donnerstag, 16. Juli 2026

Michael Waasner ist IHK-Präsident.Peter Belina


Die wirtschaftliche Situation im Landkreis Forchheim verzeichnet eine minimale Verbesserung. Das zeigt die jüngste Konjunkturbefragung der Industrie- und Handelskammer (IHK) für Oberfranken (Bayreuth). Während sich die aktuelle Geschäftslage laut Pressemitteilung erholt, bleiben die Erwartungen der Unternehmen weiter sehr verhalten.

Der IHK-Konjunkturklimaindex für Forchheim steigt demnach um zwei Punkte auf einen Wert von 94, bleibt aber weiter unter der Wachstumsschwelle von 100 Punkten.

Die aktuellen Geschäftslage im Landkreis Forchheim stabilisiere sich im Vergleich zum Jahresbeginn. Jeweils 20 Prozent der befragten Unternehmen bewerten den Angaben zufolge ihre Lage als gut beziehungsweise schlecht.

Auftragsvolumen sinkt

Trotz der stabileren Lageeinschätzung bleibe gerade das Auftragsvolumen im Inland fordernd: 41 Prozent der Unternehmen verzeichnen in den vorangegangenen sechs Monaten ein gesunkenes Auftragsvolumen, nur zwölf Prozent ein gestiegenes.

Für denselben Zeitraum melden 24 Prozent der Befragten eine volle, 27 Prozent dagegen eine nicht ausreichende Kapazitätsauslastung. „Die Stabilisierung der Geschäftslage ist ein vorsichtig positives Signal, darf aber nicht über die anhaltend schwierige Auftragslage hinwegtäuschen. Die Rahmenbedingungen für die Wirtschaft haben sich in den vergangenen Monaten durch den Iran-Krieg und dessen Auswirkungen auf die Energiepreise weiter verschärft“, wird Michael Waasner , IHK-Präsident und Vorsitzender des IHK-Gremiums Forchheim, zitiert. Bei den gleichzeitig bestehenden vielfältigen strukturellen Problemen und Handelskonflikten werde es für viele Unternehmen „immer enger“.

Die Geschäftserwartungen für die kommenden zwölf Monate bleiben somit kritisch. Nur 19 Prozent der Befragten rechnen mit einer Verbesserung, 31 Prozent mit einer Verschlechterung ihrer Lage. Anders als zu Jahresbeginn, als die Forchheimer Unternehmen bei den Investitionsplanungen im Saldo positiv gestimmt waren, fallen diese nun deutlich negativ aus. Nur noch elf Prozent der befragten Unternehmen wollen im Inland mehr investieren, 29 Prozent dagegen weniger.

Bei der Beschäftigtenentwicklung rechnen für die kommenden zwölf Monate zwölf Prozent mit einer zunehmenden und 24 Prozent mit einer rückläufigen Belegschaft am Standort.

Energiekosten und Steuern

„Dass die Investitionsplanungen der Forchheimer Unternehmen im Inland binnen weniger Monate vom positiven in den deutlich negativen Bereich gekippt sind, sollte der Politik zu denken geben. Wer Investitionen am Standort will, muss die Kostenbelastungen bei Energie, Steuern und Arbeit senken und den Bürokratieabbau endlich in die Tat umsetzen. Die Unternehmen brauchen wettbewerbsfähige Standortfaktoren und nicht immer mehr und immer komplexere Regulierungen“, fordert Michael Waasner .  red